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Borna Borna: Abriss der Käseburg in Neukirchen macht den Weg zur Schule frei
Region Borna Borna: Abriss der Käseburg in Neukirchen macht den Weg zur Schule frei
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22:15 07.03.2018
Dort, wo derzeit noch die Käseburg steht, soll der Schulweg für die Neukirchener Kinder entlangführen. Quelle: Julia Tonne
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Borna/Neukirchen

In Sachen Schulweg im Bornaer Ortsteil Neukirchen tut sich jetzt was. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung im August beschlossen, die sogenannte Käseburg an der Ecke Wyhraer Straße und „Schulweg“ abzureißen. Auf dem Grundstück soll der zukünftige Fußweg für die Kinder in Richtung Grundschule entstehen. Damit schlägt die Stadt sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen kommt sie den Eltern entgegen, die seit mehreren Monaten einen Ausbau des Trampelpfades zwischen Käseburg und Friedhofsmauer fordern, zum anderen sorgt sie für Sicherheit, da das Gebäude zunehmend mehr verfiel.

Käseburg gehört nun der Stadt

Bereits Anfang des Jahres hatte die Stadt überlegt, die Ruine abzureißen. Allerdings gehörte ihr zwar das Grundstück, aber eben nicht das alte Gemäuer, von dem offenbar niemand weiß, woher es seinen Namen hat. Nun gab es eine Lösung mit dem Eigentümer der Käseburg. Da dieser keinerlei Sanierungs- und Nutzungspläne hatte, übertrug er es auf die Stadt. Diese wiederum gibt demnächst den Abriss in Auftrag. Kostenpunkt: rund 65 000 Euro. Davon entfallen etwa 6500 Euro auf die Stadt, der Großteil der Summe wird über Fördermittel aus dem Topf Brachflächenberäumung finanziert.

Das ehemals als Wohngebäude genutzte Haus steht bereits seit mehreren Jahrzehnten leer und ist längst zu einer Ruine verfallen. Unmittelbar an der Grundstücksgrenze entlang der Wyhrarer Straße führt der offizielle Fußweg zum Schulgebäude entlang. „Da die Käseburg direkt auf der Grundstücksgrenze steht, ist die Baufälligkeit eine Gefährdung für die Wegebeziehung“, erklärte Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke). Mit dem Rückbau solle nun eine weitere Grünfläche im Ortsteil entstehen.„Des Weiteren soll die frei gewordene Fläche der Optimierung des Gehweges zur Grundschule Neukirchen dienen. Dieser Fußweg ist Bestandteil der Baumaßnahme Grundhafter Ausbau Schulstraße Neukirchen“, ist in der Begründung des Stadtratsbeschlusses zu lesen.

Eltern und Schulleiterin zufrieden

Die Eltern der Neukirchener Grundschüler freut’s. Sie hatten sich in der Vergangenheit für eine Befestigung des Trampelpfades entlang der Friedhofsmauer eingesetzt, weil sie den offiziellen Fußweg parallel zur Wyhraer Straße wegen der geringen Breite als Risiko betrachten. Allerdings lehnte die Stadt einen Ausbau des Trampelpfades aus Kostengründen bisher immer wieder ab. Auch für Schulleiterin Silvia Ehritt ist die nunmehr gefundene Lösung eine Erleichterung. „Wenn das alles so wird wie vorgeschlagen, wäre das wirklich gut“, sagt sie.

Mittlerweile haben sich die Planer der RKF Ingenieure GmbH für eine Variante entschieden, die sowohl Eltern als auch Kindern und Lehrern entgegenkommt. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Straße „Schulweg“ entsteht nicht nur ein Wendehammer in der Sackgasse, sondern sind auch zusätzliche Parkplätze geplant. Der Fußweg über das Gelände der Käseburg solle laut Dieter Krabisch, Geschäftsführer der RKF Ingenieure GmbH, aus Steinsand hergerichtet werden. „Die Beleuchtung gibt es bereits, mit Abriss der Ruine werfen die Straßenlaternen von der Wyhraer Straße aus genug Licht“, machte Luedtke in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses deutlich. Maic Staudacher (Bürger für Borna) und Sylvio Weise (CDU) gaben im Ausschuss zu bedenken, die Straße „Schulweg“ zu beruhigen, indem sie nur noch von den Anwohnern befahrbar sein solle. Die Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen oder von dort abholen, könnten etwa 200 Meter entfernt an der Schanze parken.

Von Julia Tonne

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