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Borna: Ärger mit dem Wasser

Borna: Ärger mit dem Wasser

Die Bornaer Kleingärtner bekommen alle Jahre wieder „nasse Füße", und der Frust darüber steht so manchem der Laubenpieper bis zum Hals. Hochwasser und ansteigendes Grundwasser richten nennenswerte Schäden an, kurzfristige Patentlösungen sind nicht in Sicht.

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Während der Versammlung.

Quelle: Gislinde Redepenning

Borna. Zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema hatte der CDU-Ortsverband Borna vorgestern Abend in die voll besetzte Gartengaststätte „Wyhraaue" eingeladen.

„Land unter" heißt es in vielen Regionen nicht nur nach einem Hochwasser, sondern zunehmend wegen des nach Stilllegung der Tagebaue ansteigenden Grundwasserspiegels. Ziel der Versammlung sei, die Sorgen und Fragen aller betroffenen Kleingärtner zu sammeln, sie weiterzugeben und auszuwerten, betonte Hartmut Hieckmann als stellvertretender CDU-Ortsvorsitzender. Deshalb handle es sich ausdrücklich nicht um eine Partei-Veranstaltung. Und Fragen wurden zahlreich gestellt. Missmut über unzureichende Maßnahmen kam von allen Fronten ebenso wie über das Fehlen kompetenter Ansprechpartner von Stadtverwaltung und Flussmeisterei zum Ausdruck. Zu Gast waren auch Vertreter der Bürgerinitiative Grundwasser aus Regis-Breitingen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Deren Vorsitzender Steffen Dorer beklagte die Unverhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV) bei der Sanierung ehemaliger Tagebaue zugunsten touristischer Highlights, bei Vernachlässigung der Interessen der direkten Anwohner.

Überzeugende Schutzmaßnahmen seien bisher nicht getroffen worden, so Rolf Steinert vom Regionalverband der Kleingärtner Borna/Geithain/Rochlitz und Umgebung: „In Borna-West stand monatelang das Wasser in den Lauben und hat Schäden von rund 100 000 Euro verursacht." Jahrzehntelange liebevolle Aufzucht von Pflanzen, viel Arbeit und auch die Ersparnisse seien im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runtergegangen. Ein großer Dank ging in diesem Zusammenhang an Torsten Sowa vom Technischen Hilfswerk, das tatkräftig beim Abpumpen geholfen hat.

Der CDU-Kreisvorsitzende Georg-Ludwig von Breitenbuch informierte als Mitglied des Landtags und Fachpolitiker des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft mit Zahlen und Fakten über die in Sachsen getroffenen Maßnahmen: „Es ist von Seiten des Freistaats einiges in Bewegung, nach dem verheerenden Hochwasser von 2002 wurden zahlreiche Maßnahmen beschlossen. Wir sind sehr zufrieden mit dem, was passiert ist. Aber es ist noch längst nicht alles realisiert."

Von Breitenbuch bot an, sich bei den Betroffenen vor Ort umzusehen und sich über die einzelnen Sachverhalte zu informieren. Dann heiße es, alle Seiten anzuhören und an den verantwortlichen Stellen zu drängeln.

Doch nicht einmal die konnten bei der Vielschichtigkeit des Problems direkt ausgemacht werden. Stadt oder Landkreis, Freistaat, LMBV oder Flussmeisterei: Es müssten letztendlich auch die unterschiedlichen Interessen aller Seiten berücksichtigt werden, so von Breitenbuch - um gleich die ersten Besichtigungstermine auszumachen.

Rolf Schnabel, Gartenpächter in der „Wyhraaue" und mit den Fakten rund um die Tagebaue und ihren Folgen bestens vertraut, sieht in den Schutzmaßnahmen rund um die Wyhra nur Stückwerk und zieht ein drastisches Fazit: „Wir werden in den nächsten Jahren weiter absaufen."

„Ich bin erschrocken über die Ausmaße des Problems", bekannte der CDU-Ortsvorsitzende Germut Zinapold. „Ansatz heute war, sich mit den Kleingärtnern zu treffen, um ihnen helfen, aber die Aufgabe hat eine Größenordnung mit so vielen Facetten, dass komplexe, politische Lösungen gefragt sind."

Gislinde Redepenning

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