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Borna Borna: An der Neuholländermühle in Wyhra dreht sich alles um Diesel und E-Autos
Region Borna Borna: An der Neuholländermühle in Wyhra dreht sich alles um Diesel und E-Autos
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06:00 18.05.2017
Gerhard und Barbara Artelt laden am 20. Mai ins Traktorenmuseum zum Diesel- und Mobilitätstag ein. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Elektromobilität ist in aller Munde, obwohl die Zahl der Fahrzeuge, die mit Strom fahren, noch vergleichbar gering ist. Barbara und Gerhard Artelt laden deshalb am Sonnabend zum Diesel- und Mobilitätstag in die Neuholländermühle im Bornaer Ortsteil Wyhra ein. Ab 14 Uhr dreht sich nicht nur alles um Rudolf Diesel, sondern auch um E-Autos. Im Traktorenmuseum auf dem Gelände der Firme Artelt wird der deutsche Erfinder Diesel genauer beleuchtet und seine Erfindungen werden präsentiert. Zudem zeigen Barbara und Gerhard Artelt, wie ein Schiffsdiesel funktioniert.

Zudem erläutern die beiden den Beginn der Elektromobilität am Beispiel eines Elektroautos aus dem Jahr 1899. Denn was wenige wissen, ist die Tatsache, dass dieser Antrieb noch vor dem Verbrennungsmotor entwickelt wurde. Die geringe Nachfrage nach Elektro-Autos kann aufgrund der historischen Entwicklung daher nur verwundern. Immerhin hatte der französische Erfinder und Elektro-Ingenieur Gustave Trouvé bereits 1881 – also fünf Jahre vor der Patentierung von Carl Benz’ erstem Automobil mit Verbrennungsmotor – einen Siemens-Elektromotor zusammen mit einem Akku in ein vom Engländer James Starley entwickeltes Dreirad integriert und mit dem Trouvé Tricycle das weltweit erste Elektrofahrzeug gebaut. Die Reichweite, so ist in der Ausstellung zu lesen, habe zu dieser Zeit reichliche 30 Kilometer (zum Vergleich: heutzutage sind es im Schnitt 200 Kilometer, in Ausnahmefällen bis zu 500 Kilometer) betragen.

Artelt geht darüber hinaus auch auf das Zusammenwirken von Elektrik und Diesel ein – anhand der Schiffspassage durch den 1913 erbauten Panama-Kanal. Wer nicht nur zuhören, sondern ausprobieren möchte, ist ebenfalls an der Mühle richtig, denn das Ehepaar hat so einige E-Modelle vor Ort, die auf Probefahrer warten. „Für Essen und Getränke ist natürlich ebenfalls gesorgt, weshalb das Café in der Neuholländermühle an dem Tag nicht geöffnet ist“, sagt Barbara Artelt.

Das nächste Großereignis für die beiden lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Am ersten Juni-Wochenende gibt es eine weitere Auflage des Pfingstschleppertreffens mit Mühlentag und Korso zur Zedtlitzer Mühle.

Von Julia Tonne

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