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Borna Borna: Ausklang beim Sommerspektakel
Region Borna Borna: Ausklang beim Sommerspektakel
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16:26 19.05.2015
Voll besetzte Tische: Vor allem am Freitag und Sonnabend war zeitiges Kommen notwendig, um einen Platz zu ergattern. Quelle: Anja Macheleid

Vom Donnerstag bis zum Sonnabend war das nicht anders.

"Wir kommen jedes Jahr hierher, um mit unseren Freunden die tolle Open-Air-Atmosphäre und herzliche Gastlichkeit zu genießen", erzählte Margret Neumann. Die Bornaerin gehört mit ihrem Mann zu den vielen Stammgästen des alljährlich stattfindenden Sommerspektakels im Stadtzentrum. Wie die meisten anderen Besucher freuen sich die Neumanns immer über das freundliche Ambiente, das zur Geselligkeit einlädt.

Wie in den vergangenen Jahren auch legten die Veranstalter, allen voran Thomas Lungwitz vom Bornaer Hotel "Drei Rosen", Wert auf eine stilvolle und gemütliche Atmosphäre. "Das Ambiente ist uns wichtig. Es soll weniger an ein Stadtfest mit Stehtischen und Bierzeltgarnitur erinnern, sondern vielmehr das Flair eines großen Lokals tragen", betonte der Geschäftsführer des Hotels. Wegen dieser Wohlfühlatmosphäre werde das Sommerfest auch seit Jahren so gut vom Publikum angenommen. Schon der erste Blick auf die mit frischen Blumen und kleinen Speisekärtchen geschmückten Tische, die großzügig auf dem Markt verteilt waren, verriet die Herzlichkeit, mit der die Veranstalter am Werk waren.

Der organisatorische und personelle Aufwand, der hinter diesem Event steckt, kann und soll laut den Veranstaltern nicht wirklich beziffert werden. Nur so viel: Etwa ein halbes Jahr vorher setzen sich die Mitglieder des Gewerbevereins um den Vorsitzenden Thoralf Lang zusammen und planen. "Wir kümmern uns in erster Linie um Sponsoren und die gastronomische Versorgung. Für die kulturelle Umrahmung, sprich die Musikacts, sowie die Werbung im Vorfeld des Festes ist die Stadt zuständig", erklärte Lang die Aufgabenverteilung. Probleme gebe es bei der Planung natürlich immer, aber stets auch Lösungen. So habe man in diesem Jahr die Schließzeiten des großen Biergartens in einem Kompromiss an die Bedürfnisse der Anwohner und des Publikums angepasst. "Außerdem veränderten wir das Konzept ein wenig. Die Besucher wurden nicht mehr am Tisch bedient, sondern holten sich ihre Speisen und Getränke an den Ständen selbst", so Thomas Lungwitz. Das sollte den personellen Aufwand bezüglich der Servicekräfte reduzieren und die Preise der Speisen und Getränke näher an die Besucher bringen.

Das Publikum muss sich allerdings erst noch an die Selbstbedienung gewöhnen. Schließlich waren die Besucher aus den letzten Jahren das Servieren an den Tischen gewohnt. Eine Bequemlichkeit, auf die viele offenbar nur ungern verzichten. So auch Eveline und Rainhard Wiesiolek: "Wir sind ein bisschen enttäuscht. Wenn wir schon einmal ausgehen, dann wollen wir uns auch was gönnen und bedient werden. Leider ist auch die gastronomische Auswahl nicht mehr so groß wie in den vergangenen Jahren." Auch Familie Aurich, die sich ein leckeres Steak mit Letscho und Bratkartoffeln genehmigte, favorisiert das alte Konzept mit der Bedienung am Tisch. "Es war in den vergangenen Jahren einfach bequemer für uns", erzählten die Bornaer.

Geschmeckt hat es trotzdem allen. Kein Wunder. Haben sich die Fleischereien "Landhan" und "Glück auf" doch extra kulinarische Highlights einfallen lassen. "Wir haben zum Beispiel unsere Harissa-Würstchen mit Knoblauch und Chilli und dazu Cous-cous angeboten. Außerdem eine Toskanapfanne oder einen Shrimpsburger - alles sollte originell und sommerlich sein", erklärte Dana Landgraf, die Chefin der Unternehmen. Sie war mit ihren Fleischereien zum ersten Mal und auch gleich einzig und allein für die hungrigen Besucher zuständig. Denn andere Gastronomen wie der zurzeit geschlossene Ratskeller hatten aus betrieblichen Gründen nicht an der Ausrichtung des Sommerspektakels teilnehmen können. "Für uns ist das alles Neuland. Wir müssen erst herausfinden und ausprobieren, was gut bei den Gästen ankommt. Deswegen veränderten wir auch jeden Tag den Menüplan", erklärte Landgraf. Diese Speisevariationen kamen offenbar durchweg gut bei den Bornaer Feinschmeckern an.

Gut besucht war das Sommerspektakel wie eh und je. An allen vier Tagen waren die rund 640 Sitzplätze fast vollständig belegt, und zusätzlich tummelten sich etliche Durstige rund um den Bierwagen oder an der Cocktailbar. Besonders voll war es natürlich am Freitag und Sonnabend. Wer da einen Tisch haben wollte, musste beizeiten auf dem Markt sein. Aber auch ohne Stuhl unter dem Allerwertesten sollten es gelungene Abende werden. Denn die Musiker auf der Bühne animierten ohnehin die meisten zu rhythmischen Bewegungen, bei denen eine Sitzgelegenheit nur gestört hätte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2013

Anja Macheleid

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