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Borna Borna: Ausschuss zur Entwicklung am Breiten Teich tagt erstmals im April
Region Borna Borna: Ausschuss zur Entwicklung am Breiten Teich tagt erstmals im April
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06:00 04.03.2018
Am Breiten Teich in Borna wollte sich bis zum Sommer der Discounter Aldi niederlassen. Jetzt wird nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten gesucht. Quelle: Julia Tonne
Borna

Ins Leben gerufen wurde er bereits im Herbst: der Bornaer Stadtratsausschuss, der sich mit der Entwicklung des Areals am Breiten Teich befassen soll. Dort wollte sich bekanntlich bis zum letzten Sommer noch der Discounter Aldi nebst einem DM-Drogeriemarkt niederlassen, was ein kollektiver Aufschrei der – meisten – Bornaer und anschließend der Stadtrat verhinderte.

Gelände ist Hochwassergebiet

Seither ruht nicht nur der benachbarte See wie immer, neue Erkenntnisse gibt es bisher auch nicht. Ob sich daran etwas grundlegend ändern wird, bezweifelt Cora Lesch. Die CDU-Stadträtin ist Vorsitzende des Teich-Ausschusses.

„Wir reden von einem Hochwassergebiet.“ Das schließe vielerlei wünschenswerte Nutzungsmöglichkeiten aus. Immerhin bestehe die Gefahr, dass das Gebiet an der Sachsenallee bei einem so genannten hundertjährigen Hochwasser weitgehend unter Wasser steht – bei einem Hochwasser, das statistisch gesehen nur aller 100 Jahre vorkommt.

Aldi hätte hier auch nur auf Stelzen bauen können“, sagt die Vorsitzende des Ausschusses, zu dem auch Maic Staudacher (Bürger für Borna/BfB), Tino Johne (Linke), Klaus Sachse (SPD) und Sebastian Stieler (CDU-Fraktion) gehören.

OBM: „Viele Ideen nicht praktikabel“

Weil das Gebiet stark gefährdet ist, dämpft auch Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) die Erwartungen. Die Stadtverwaltung werde dem Ausschuss sämtliche relevanten Informationen zur Verfügung stellen. Dass viele Ideen aber nicht unbedingt praktikabel sind, lasse sich am Spielplatz mit dem Bornaer Mammut erkennen. Luedtke: „Dort können wir nicht einmal einen Sandkasten hinsetzen“ – eben wegen der Hochwassergefahr. Der Schillerpark, nicht weit davon entfernt „säuft immer wieder ab“.

Das Gebiet sei bestenfalls temporär nutzbar, etwa für den alljährlichen Rummel. Ein fest installierter Beach-Volleyball-Platz, wie er nicht zuletzt wegen der sommerlichen Turniere immer wieder gewünscht wird, sei allerdings nicht möglich.

Deshalb bleibt abzuwarten, ob es den fünf Stadträten im Ausschuss zur Entwicklung des Gebietes gelingt, dennoch machbare Ideen vorzuschlagen. Das Gremium kommt erstmals vor der übernächsten Stadtratssitzung im April zusammen.

Von Nikos Natsidis

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