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Borna Borna: Bauarbeiten in der Wettinstraße beginnen mit Zeitverzug
Region Borna Borna: Bauarbeiten in der Wettinstraße beginnen mit Zeitverzug
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17:09 22.03.2017
Kein Spatenstich, sondern vielmehr ein Baggerbiss: Bis November wird in der Wettin- und Bahnhofstraße gebaut. Quelle: Julia Tonne
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Borna

In der Wettin- und Bahnhofstraße in Borna haben am Mittwoch die umfangreichen Bauarbeiten begonnen – mit einem Zeitverzug von einem halben Jahr. Wie die LVZ berichtete, gab es in den vergangenen Wochen einige Querelen zwischen Stadtverwaltung und Stadträten, die das Vorhaben verzögerten. „Aber jetzt kann es endlich losgehen“, erklärte Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Bis Ende November solle die Maßnahme abgeschlossen sein.

1,2 Millionen Euro investieren Stadt, Städtische Werke Borna sowie der Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land in den Aus- und Umbau. Der Anteil der Stadt beträgt davon rund 600 000 Euro, der allerdings über das Programm „Borna – nachhaltig voran“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) sowie über das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert wird.

Die Planungen sehen die Umgestaltung der Wettin- und Bahnhofstraße in drei Bauabschnitten vor. „In den nächsten zwei Monaten werden in der Bahnhofstraße sämtliche Kanäle zwischen Angerstraße und Wettinstraße erneuert“, erklärte Patrick Arnhold, Bauleiter der beauftragten Firma Strabag. Zudem entstünden neue Gehwege und bekämen die Anwohner neue Gasleitungen und Medienanschlüsse. Etwa 110 Meter lang ist der Bereich des ersten Bauabschnitts.

Der zweite Teil – die Vergrößerung der Grünfläche im Kreuzungsbereich – beginne etwa Mitte Mai. Laut Arnhold werde die kleine Oase nicht nur deutlich größer, sondern auch durch ein Klettergerüst und einen geschwungenen Radweg ergänzt. Die bisherigen Parkplätze dort verschwinden genauso wie die Haltebucht für den Bus. Dafür entstehen neue Parkplätze in der Bahnhof- und Wettinstraße, der Bus hält zukünftig direkt auf der Straße. Ziel ist die Verkehrsberuhigung in dem Bereich. Die Fleischerei Kalz, so war es mit der Stadtverwaltung abgesprochen, bekommt in absehbarer Zeit eine Art Freisitz. Im August schließen sich dann die Arbeiten in der Bahnhofstraße bis hin zur Deutzener Straße an. Auch hier werden neue Medien und Leitungen verlegt.

Laut Rathauschefin verschwindet mit den Bauarbeiten ein weiterer Schandfleck in der Stadt. Die Bahnhofstraße werde deutlich aufgewertet. Allerdings nicht nur durch die Umgestaltung selbst, sondern auch durch anstehende Sanierungen zweier verfallender Häuser. „Wenn wir hier anfangen, ziehen auch die Privaten nach“, sagt Luedtke. So habe der neue Eigentümer des Gebäudes, in dem einst das Café Hausmann sein Domizil hatte, mit den Sanierungsplanungen bereits begonnen.

Der Zeitverzug von rund sechs Monaten rührt von den Auseinandersetzungen zwischen Verwaltung und Räten her, dabei seien laut Oberbürgermeisterin die Pläne bereits im Herbst vergangenen Jahres vom Bau-Ausschuss abgenickt worden. Einige Stadträte hatten dann jedoch in der regulären Sitzung im Februar moniert, dass sie keine Einsicht in den endgültigen Plan gehabt hätten und auch nicht über zu verwendende Materialien informiert wurden. Kurz darauf gab es einen Sonderstadtrat. Hier blieb den betreffenden Räten jedoch nichts anderes übrig, als sich zu entschuldigen.

Von Julia Tonne

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