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Borna Borna: Brandgefahr in den Wäldern
Region Borna Borna: Brandgefahr in den Wäldern
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19:18 12.07.2010
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. Immerhin liegt der letzte Regen eine Woche zurück, und die knisternden Temperaturen der letzten Tage erinnern eher an die Sahara als an Mitteleuropa.

Während in weiten Teilen Nordsachsens schon seit Tagen hohe und höchste Waldbrandwarnstufen (3 und 4) gelten, sah es im Landkreis Leipzig zuletzt durchaus entspannt aus. Am Montag galt hier noch die Waldbrandwarnstufe 2, die eine mittlere Gefahr signalisiert. Doch schon für Dienstag wurde für die östliche Hälfte des Landkreises die Warnstufe 3 für hohe Waldbrandgefahr ausgerufen. Mittwoch gilt diese Stufe bereits im gesamten Raum zwischen Pegau und Colditz. Das geht aus den Daten und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes hervor, die auf der Internetseite des Sachsenforstes abrufbar sind. Wie Sachsenforst-Sprecher Thomas Rother sagte, werde dieser Service vom Wetterdienst immer noch hier eingepflegt und aktualisiert, obwohl der Sachsenforst seit der Kreisreform 2008 dafür nicht mehr zuständig ist. Die Aufgaben rund um den Wald seien mit der Unteren Forstbehörde auf die Landkreise und damit auf die Landratsämter übergegangen.

Der dortige stellvertretende Leiter des Sachgebietes Forst und Jagd, Frieder Sommer, kann den Unterschied zwischen Leipziger Land und Nordsachsen erläutern. Nördlich von Leipzig gibt es ausgedehnte Kiefernwälder, in denen es besonders trocken ist. Im Südraum hingegen überwiegen Mischwälder, die die Feuchtigkeit besser speichern. Der Landkreis Leipzig ist laut Sommer deshalb auch in geringere Waldbrandgefahrenklassen eingeteilt als Nordsachsen. Das hat zur Folge, so Sommer, dass im Landkreis Leipzig die Waldbrandwarnstufe 4 nicht ausgerufen wird. Ergo bestünde spätestens ab Mittwoch die höchste Gefährdung in der Region. Sommer weist auch darauf hin, dass die Wälder, die den Tagebauen folgten, anfälliger sind sind als natürliche Forsten. Auf den Kippenböden würden besondere Eigenschaften vorherrschen, was die Wasserspeicherung betrifft. Laut Sommer betrifft das im ehemaligen Kreis Leipziger Land immerhin 60 Prozent der nicht gerade üppigen Waldflächen.

Sommer bestätigt, dass der Deutsche Wetterdienst für das Erstellen und die Bekanntgabe der Warnstufen zuständig ist. Diese würden auf Basis der Niederschlags-, Temperatur- und Windgeschwindigkeitsdaten täglich neu berechnet.

Nicht nur bei extremer Trockenheit gilt: Der Umgang mit offenem Feuer im Wald ist unabhängig von den Waldbrandwarnstufen ganzjährig verboten. Damit sind Rauchen, Grillen oder Lagerfeuer generell untersagt. Auch sogenannte Himmelslaternen sind verboten – nicht nur im Wald. Ebenfalls ganzjährig untersagt ist das Befahren nichtöffentlicher Waldwege mit Motorfahrzeugen. Die trockene Vegetation im Wald kann sich leicht entzünden und großflächige Waldbrände zur Folge haben. Zufahrtswege zu den Waldgebieten wiederum dürfen nicht mit Fahrzeugen blockiert werden. Gelten die höchsten Warnstufen (3 und 4) wird empfohlen, die Waldgebiete zu meiden. Bei einem Aufenthalt im Wald sollten dann die Hauptwege nicht verlassen werden. Wird ein Brand festgestellt, ist umgehend die Feuerwehr (112) zu verständigen.

Frank Prenzel

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