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Borna Borna: Burg, Kirchen und hölzerne Wasserleitung belegen Geschichte der Stadt
Region Borna Borna: Burg, Kirchen und hölzerne Wasserleitung belegen Geschichte der Stadt
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13:44 26.03.2017
Dr. Susanne Baudisch von der Archäologischen Gesellschaft gab Einblicke in die Bornaer Geschichte. Quelle: René Beuckert
Borna

Ganz im Zeichen der Geschichte der Stadt stand der Sonnabend in Borna. Immerhin reichen die Ursprünge des Ortes der Überlieferung mehr als 1000 Jahre zurück. Viele Besucher nahmen das Angebot gern an, konnten sie doch auf einem Rundgang die jahrhundertealte Geschichte kennenlernen, von der zumindest noch Fragmente wie Hügel und Gräben augenscheinlich vorhanden sind. Das Museum der Stadt und der Geschichtsverein sind mit der Historie vertraut, aber noch tiefer zu graben vermochte die Archäologischen Gesellschaft. Deshalb fanden Museum und Verein sie in ihr einen guten Partner, der selbst von den vorhandenen Überlieferungen profitierte und zum anderen durch das historische Wissen jener Zeit den eigenen Wissenschatz erweitern konnte.

Ihre Vorgänger und sie versuchten seit vielen Jahren, der Frage des Ursprungs von Borna nachzugehen, sagte Museumsleiterin Gabriele Kämpfner. Das Problem: Überlieferungen seien nur spärlich vorhanden, ebenso wenig Markantes der Zeit vor 1000 Jahren. „Wir sind froh, dass wir von der Archäologischen Gesellschaft Sachsen Unterstützung erfahren, die mit uns gemeinsam die Gegebenheiten vor Ort anschauen und studieren.“ Etwa ein halbes Jahr dauerte es, den Rungang durch das ursprüngliche Borna mit seinen interessanten Gegebenheiten zusammenzustellen, meinte Gert Schreiber vom Geschichtsverein Borna, der gemeinsam mit dem Museum das Projekt auf den Weg brachte und sich darüber freute, fachkundige Unterstützung von der archäologischen Gesellschaft zu erfahren.

Dr. Susanne Baudisch von der Archäologische Gesellschaft Sachsen wies in ihrer Einführungsrede auf die über 1000-jährige Geschichte von Borna hin. „Bei diesem Rundgang geht es vorwiegend um die Entstehung von Borna als Stadt mit der einstigen Burg, aber ebenso der Kirchen sowie historischen Straßen. Es ist immer wieder ein interessantes Erlebnis zu sehen, wo unsere Wurzeln sind.“ Vor dem eigentlichen Rundgang ging es für die Besucher in einem kleinen Vortrag in die Anfänge der Bornaer Geschichte zurück, die in beeindruckender Weise an die Wand projiziert wurde. Um die Geschichte der Stadt noch anschaulicher zu gestalten, führte ein Rundweg an historischen Stätten vorbei. So unter anderem der einstigen Burg, die etwa um 1200 noch stand und in Überlieferungen Erwähnung findet, in denen von Belagerungen die Rede ist. Am historischen Ort erinnerte Gert Schreiber, dass in diesem Territorium vor Jahrzehnten hölzerne Wasserleitungen geborgen wurden. „Die tiefer gelegene war sogar mit Bronzeverbindern versehen.“

Zu den zahlreichen Besuchern zählte Professor Dr. Gerhard Graf. „Ich kenne zwar die Marien- und Kunigundenkirche, über die ich heute einiges erzähle, doch die regionalen Gegebenheiten von Borna sind mir noch unbekannt“, räumte er ein. Jetzt im zeitigen Frühjahr, da keine Blätter an den Bäumen die Sicht einschränkten, sei die beste Gelegenheit für solche historischen Exkursion. Gerd Döge aus Pirna beteiligte sich an dem Rundgang, um etwas Geschichtliches über die Heimat seiner Großeltern kennenzulernen. „Ich habe hier Kindheitserinnerungen, die ich gern noch einmal aufleben lassen möchte.“

Von René Beuckert

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