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Borna: Chef der Ökostation macht aus Gemeindeamt Wyhratal ein Heuhotel

Neues Nutzungskonzept Borna: Chef der Ökostation macht aus Gemeindeamt Wyhratal ein Heuhotel

Wo einst gearbeitet wurde, geht es heute deutlich gemütlicher zu. Martin Graichen, Leiter der Ökostation, hat das einstige Gemeindeamt Wyhratal gekauft und baut es in den kommenden Monaten zu Wohnhaus, Heuhotel und Fledermaus-Domizil um. Einen Saal kann man ab sofort mieten.

Martin Graichen wird zum Hobby-Hotelier: Das einstige Gemeindeamt Wyhratal mit den Scheunen will der 29-Jährige zum Wohnhaus und Heuhotel umbauen.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Das Wohnzimmer im ehemaligen Ratssaal, die Küche im Büro und ein Heuhotel in der Scheune: Martin Graichen, Chef der Ökostation Borna-Birkenhain, ist Besitzer des einstigen Gemeindeamtes Wyhratal und will das sowohl privat als auch touristisch nutzen. Doch der Weg dorthin ist lang und nicht ganz ohne Stolperfallen.

Seit September 2015 bereits ist Graichen sozusagen Hofherr. Den Zuschlag bekam er von der Stadt, die das Gebäude verkaufte, aufgrund seines vorliegenden Nutzungskonzeptes. Und das sieht nicht nur die Umgestaltung des Bürohauses in Wohnräume vor, sondern auch ein Heuhotel, einen Saal für Vermietung und eine Scheune, die Untermietern vorbehalten bleiben soll. Dort will der begeisterte Jäger und Angler ein Domizil für Fledermäuse schaffen. Die ersten Etappen hat Graichen bereits erreicht. Im Obergeschoss der ehemaligen Gemeindeverwaltung sind Küche, Badezimmer und Büro entstanden, im Ratssaal geht es zukünftig mit Sofa, Esstisch, Sessel und einer Lampe aus Tauen deutlich gemütlicher zu als noch vor einigen Jahren. Zu kä

Der Saal bietet 40 Partygästen Platz und kann ab sofort gemietet werden

Der Saal bietet 40 Partygästen Platz und kann ab sofort gemietet werden.

Quelle: Julia Tonne

mpfen hatte Graichen vor allem mit den Kabelkanälen, die in sämtlichen Büros verbaut waren.

Auch der Saal, der für Feiern gemietet werden kann, und die angrenzende Küche sind fertig. 40 Leute etwa finden hier Platz. Die Tische hat Graichen extra anfertigen lassen, die Stühle bestellt. „Dabei wäre eine neue Einrichtung zunächst gar nicht nötig gewesen, hatte die Stadt in der Ausschreibung doch angeboten, das vorhandene Mobiliar zu übernehmen“, erklärt Graichen. Obwohl der neue Hausbesitzer zugesagt hatte, waren bei Einzug die Möbel dann doch (wegen Eigenbedarfs) rausgeräumt. Inklusive eines Bildes, das sein Urgroßvaters gemalt hat. Er lebte in der Region und hieß ebenfalls Martin Graichen. Dieses Bild hätte der Urenkel gerne zurückbekommen.

Auf Naturbelassenheit und natürliche Materialien legt der 29-Jährige viel Wert. Die Heizung hat er auf Holz umgestellt, die Innenausstattung ebenfalls darauf ausgerichtet. Eine Solaranlage soll in absehbarer Zeit das Warmwasser bereiten, allerdings muss das Vorhaben zunächst mit dem Amt für Denkmalpflege abgesprochen werden. Auch das Hoftor steht irgendwann auf seiner Agenda – „und da wollte das Amt gleich wissen, in welcher Farbe das geplant ist“, sagt Graichen lachend. Das Tor sei derzeit lediglich eine Überlegung, noch keine konkrete Vorstellung.

Martin Graichen mit einem anderen Bild, das sein Urgroßvater gemalt hat

Martin Graichen mit einem anderen Bild, das sein Urgroßvater gemalt hat.

Quelle: Julia Tonne

In den kommenden Wochen will Graichen den nächsten Schritt angehen und den Antrag für die Umnutzung der beiden Scheunen stellen. „Die größere soll in naher Zukunft ein Heuhotel für Stress entfliehende Großstädter werden“, sagt der künftige Hobby-Hotelier. Die Bar aus Heuballen sei bereits fertig, derzeit lagere er getrocknete Gräser, um zu untersuchen, wie lange sich die Matratzen-Statt halte. Bevor aber die ersten Gäste übernachten können, bleibt abzuwarten, welche Auflagen bezüglich Statik und Brandschutz zu erfüllen sind. Die kleinere und mit Hangplätzen möblierte Scheune will Graichen sozusagen untervermieten – an Fledermäuse. „Das war von Anfang an Teil des Nutzungskonzeptes“, macht er deutlich. Geduld muss der angehende Herbergsvater in den nächsten Jahren noch oft aufbringen, denn immerhin legt Graichen in seiner hauseigenen „Ökostation“ oft selbst Hand an, schraubt, bohrt und werkelt, was möglich ist. Doch ein Ende ist irgendwann in Sicht – dann bietet das Wyhratal Touristen einen idyllischen Rückzugsort.

Wer den Saal schon für eine Feier buchen möchte, kann sich telefonisch unter 0160 96239647 bei Graichen melden.

Von Julia Tonne

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