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Borna Borna: Feinstaub per Filter
Region Borna Borna: Feinstaub per Filter
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04:00 23.03.2011
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Borna

Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wertet den Feinstaub-Gehalt in der Luft der Wyhrastadt nicht mehr täglich aus. Genaue Werte sind für die Öffentlichkeit passé.

Bis zum vorigen Jahr wurden die Feinstaub-Werte für Borna halbstündlich erfasst und ein Tagesmittelwert errechnet. Die - unverbindlichen - Daten wurden automatisch ins Internet eingespeist, erklärt die Pressesprecherin des Amtes, Karin Bernhardt, auf LVZ-Anfrage. Das ist jetzt nicht mehr so. Zwar wird in Borna nach wie vor jeden Tag der sogenannte PM10-Wert erfasst. Aber dies geschieht nicht mehr mit einer kontinuierlichen Messung, sondern mit Hilfe eines Filters. Der wird laut Bernhardt im 14-Tage-Rhythmus ausgebaut und ins Labor gebracht. Dort wiederum wird analysiert, an welchen Tagen an der Messstation an der Sachsenallee der zulässige Wert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft überschritten wurde. Das ist seit 2005 an höchstens 35 Tagen im Jahr zulässig. Ansonsten muss die Kommune, wie jetzt in Leipzig, gegensteuern. Wie hoch die konkrete Belastung in Borna Tag für Tag ist, wird demnach nicht mehr öffentlich dargestellt. Per Internet ist aber einsehbar, an wie vielen Tagen in der Wyhrastadt der Wert über 50 Mikrogramm je Kubikmeter lag (www.luft.sachsen.de). Immerhin: In Borna wurden die Grenzwerte im Februar zwölf Mal überschritten, im Januar drei Mal. Für März lagen bis Dienstag keine Daten vor.

„Das Konzept des Freistaates für die Messung der Luftschadstoffe wird immer wieder angepasst", erklärt Bernhardt die Änderung. Seit Inkrafttreten des Feinstaub-Grenzwertes sei in Borna in keinem Jahr der Wert an mehr als 35 Tagen überschritten worden. 2010 seien es 28 Tage gewesen, im Jahr zuvor 26. In beiden Jahren gab es Kälteperioden mit sogenannten inversiven Wetterlagen und erhöhten Schadstoffwerten durch Heizung und Verkehr. Nicht nur in Borna, auch in Freiberg und Chemnitz-Mitte sei die PM10-Messung verändert, in Delitzsch sogar ganz eingestellt worden. Das Konzept für Sachsen sehe vor, so Bernhardt, sich mit der kontinuierlichen Messmethode auf problematische Standorte zu konzentrieren.

Außerdem spielen laut Bernhardt auch wirtschaftliche Fragen eine Rolle. Die jetzt in Borna angewandte Messmethode kostet weniger. „Wir schauen ständig, wie wir das Messnetz optimieren und wo Messungen nötig sind."

Neben dem Feinstaub und den zur Interpretation nötigen Wetterdaten werden an der viel befahrenen Bornaer Sachsenallee nur noch Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) erfasst.

Frank Prenzel

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