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Region Borna Borna: Generalkonsul im Gymnasium
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11:05 20.05.2015
Generalkonsul Mark J. Powell bei seinem gestrigen spontanen Auftritt in einer Klasse des Gymnasiums "Am Breiten Teich" in Borna. Quelle: Jakob Richter

Dem Jungen ist vermutlich nicht entgangen, dass sich an der Hüfte unter der Anzugsjacke eines der Männer etwas Hartes abzeichnet.

Der so bewachte Besucher ist Mark J. Powell, amerikanischer Generalkonsul in Leipzig, der gestern Gast von Oberbürgermeisterin Luedtke war. Und weil für US-Diplomaten offenbar nach wie vor ein hoher Sicherheitsstandard herrscht, begleiteten zwei Personenschützer den Konsul, die ihre Blicke sehr aufmerksam durch Gänge und über Treppen schweifen ließen. Dem Generalkonsul lag seit Längerem eine Einladung aus Borna vor, gestern hatte er sie wahrgenommen. Nach einem "guten Gespräch" mit der Oberbürgermeisterin über die Geschichte Bornas, über das Generalkonsulat in Leipzig, das Powell seit August 2011 leitet, und über internationale Beziehungen, lud Luedtke den Gast zu einem spontanen Besuch ins Gymnasium ein. Aus gutem Grund, denn die Schule pflegt seit drei Jahren eine Partnerschaft mit einer Schule in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin. Powell selbst erinnerte sich an den Besuch einer Schülergruppe des Teichgymnasiums im vergangenen April im Generalkonsulat. In diesem Herbst, berichtete Schulleiterin Schade, werde wieder eine Schülergruppe aus Milwaukee erwartet. Das Konsulat selbst, sagte Powell der LVZ, sei an der Organisation des Schüleraustauschs nicht beteiligt, er freue sich aber sehr über diese Kontakte.

Beim Rundgang durchs Schulhaus traf Powell während einer Pause zufällig auf Englischlehrerin Constanze Hahn. Die Betreuerin des Schüleraustauschprojektes war im Januar zur Wahlparty im Generalkonsulat eingeladen. Jetzt konnte sie dem Konsul persönlich sagen, wie sehr sie sich darüber gefreut hatte. Die Schulleiterin lud den Diplomaten, der seit 23 Jahren an vielen Station in der ganzen Welt für die USA im Einsatz ist, schließlich in eine Unterrichtsstunde der zwölften Klasse ein. Das war für Schüler und Lehrerin Ingrid Wenzel genauso überraschend wie für Powell selbst. Der berichtete dennoch gern über seine Diplomatenkarriere und seine Aufgaben in Leipzig und beantwortete Fragen der Schüler, die zunächst spärlich kamen, dann aber sogar auf Englisch gestellt wurden. Denn der seltene Besuch hatte sich schnell im Haus herumgesprochen, so dass noch fünf Schüler des Englisch-Leistungskurses ins Klassenzimmer kamen. André Neumann

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2013

André Neumann

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