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Borna: Goldener Stern muss saniert werden – Ziehen Museum und Standesamt um?

Handlungsbedarf Borna: Goldener Stern muss saniert werden – Ziehen Museum und Standesamt um?

Am Goldenen Stern in Borna besteht Handlungsbedarf. Das Gebäude hat Risse in den Wänden, und das Untergeschoss ist feucht. Inwieweit die unausweichlichen Arbeiten damit verbunden sind, auch das Museum und das Standesamt anders und besser unterzubringen, ist aber noch nicht ausgemacht.

Muss saniert werden: der Goldene Stern in Borna (li.).

Quelle: privat

Borna. Am Gebäude vom Goldenen Stern in Borna besteht Handlungsbedarf. Darauf hat die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) hingewiesen. Das Haus hat Risse in den Wänden, und das Untergeschoss ist feucht. „An einer Sanierung kommen wir nicht vorbei.“ Inwieweit die unausweichlichen Arbeiten damit verbunden sind, auch das Museum und das Standesamt anders und besser unterzubringen, ist aber noch nicht ausgemacht. Die Oberbürgermeisterin hatte auf der letzten Stadtratssitzung auf Nachfrage erklärt, dass dies denkbar sei.

„Die Situation des Museums ist unbefriedigend“, so die Rathauschefin weiter. Zwar verursache das Museum im Reichstor die gleichen Kosten wie das Museum in Wurzen, dennoch seien beide Einrichtungen kaum miteinander vergleichbar. Und in der Tat: Das Wurzener Museum beherbergt eine umfangreiche Ausstellung über den bekanntesten Sohn der Stadt, den Dichter Joachim Ringelnatz, und beleuchtet umfangreich die städtische sowie die Industriegeschichte überhaupt, wozu auch genügend Platz vorhanden ist. Anders in Borna: Angesichts der Platznot, durch die viele potenzielle Ausstellungsstücke zwangsläufig in den Speicher wandern, lassen sich viele Ideen der engagierten Museumsmacherinnen beim besten Willen nur bedingt umsetzen.

Doch Luedtke hat nicht nur das beengte Museum im Blick, wenn sie von der Möglichkeit einer grundlegenden Umgestaltung des Goldenen Sterns spricht. Auch das dort untergebrachte Standesamt habe Veränderungsbedarf, wenn es etwa darum geht, dass Brautpaare immer wieder warten müssen, wenn sie einen autofreien Moment für ein prächtiges Hochzeitsfoto erwischen wollen. Von den durchaus vorhandenen Wünschen, Eheschließungen an anderen Orten, etwa im Volkskundemuseum Wyhra durchzuführen, ganz abgesehen. Denkbar seien ein neues Gebäude für das Standesamt oder dessen Umzug in die Räumlichkeiten am Reichstor und die Verlagerung des Museums in den Stern.

Allerdings ist das bestenfalls Zukunftsmusik, für die die Weichen bisher nicht einmal im Ansatz gestellt worden sind. Die entsprechenden Überlegungen seien in einer Sitzung des Sozialausschusses aufgekommen, sagt die Oberbürgermeisterin. Und falls davon etwas umgesetzt werden sollte, müsste der Stadtrat mit einbezogen werden. Etwa in Form einer Klausur, bei der das Thema ausführlich behandelt werden würde, sagt die Oberbürgermeisterin weiter. Unabhängig davon stehe aber die Sanierung des Goldenen Sterns an.

Der ist eins der ältesten Gebäude in der Stadt. Er wurde erstmals im Jahr 1490 als Gasthof erwähnt. Im 19. Jahrhundert war er mit dem so genannten brillanten Saal der gesellschaftliche Mittelpunkt des städtischen Lebens. Zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude als HO-Kinderkaufhaus genutzt und sollte in den 80er Jahren abgerissen werden. Das wurde schließlich verhindert, und nach seiner Wiederherstellung dient das Gebäude als Bürgerhaus, eine Bezeichnung, die der Bornaer so gut wie nie in den Mund nimmt und stattdessen vom Stern spricht.

Dessen Sanierung ist zwar unvermeidlich, bis es aber soweit ist, dürfte es dennoch dauern, sagt Oberbürgermeisterin Luedtke. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Beantragung und die Bewilligung von Fördermitteln Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb wird der aktuelle Zustand wohl noch zwei, drei Jahre andauern.

Von Nikos Natsidis

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