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Borna Borna: Hort Neukirchen wartet noch immer auf Antwort vom Landesjugendamt
Region Borna Borna: Hort Neukirchen wartet noch immer auf Antwort vom Landesjugendamt
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06:00 25.04.2017
Die Grundschule im Bornaer Ortsteil Neukirchen hat die Genehmigung für die Zweizügigkeit. Jetzt wartet noch der Hort auf grünes Licht vom Landesjugendamt. Quelle: Thomas Kube
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Borna/Neukirchen

Die Grundschule im Bornaer Ortsteil Neukirchen läuft ab dem kommenden Schuljahr zweizügig. Das steht mittlerweile fest, nachdem der entsprechende Antrag der Stadtverwaltung von der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) genehmigt worden ist. Das Landesjugendamt, das grünes Licht geben muss, weil ja auch der Hort auf die Zweizügigkeit ausgelegt sein muss, hat sich hingegen noch immer nicht gezuckt. Das bestätigt auf Anfrage die Volkssolidarität Kreisverband Leipzig Land/Muldental, die Träger der Einrichtung ist. Diese hatte bereits vor Wochen den erforderlichen Antrag und ein Konzept eingereicht.

„Uns liegt von der Seite auch noch nichts vor, lediglich die SBA hat dem Vorhaben zugestimmt“, sagt Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Die müsse schließlich in den nächsten Wochen die Zahl der Lehrer planen und wohl aufstocken, immerhin liege die Anmeldezahl für die ABC-Schützen bei 47. Die Rathauschefin hofft, dass sich nun auch das Landesjugendamt so schnell wie möglich meldet und nicht erst auf den letzten Drücker. Doch unabhängig davon wolle die Stadt erforderliche Baumaßnahmen demnächst in Angriff nehmen. „Wir wissen ja anhand von gemeinsamen Ortsbegehungen und Protokollen, worauf das Landesjugendamt Wert legt“, erklärt Luedtke. Deshalb werde in den Sommerferien der Brandschutz überholt. Unter anderem müsse geklärt werden, wo die Schüler zukünftig Jacken und Turnbeutel aufhängen.

Zudem soll das bisherige Computerkabinett im Schulgebäude in einen Klassen- und einen Hortraum umfunktioniert werden. Denn platzmäßig sind derzeit weder Schule noch der Hort Abenteuerland auf Zweizügigkeit ausgerichtet. Der Vorschlag, das Computerkabinett zu räumen, kam von den Eltern, deren Kinder in Neukirchen längst die Schulbank drücken. Die Begründung: Viele Schüler arbeiteten bereits mit Laptops und seien auf den speziellen PC-Raum nicht angewiesen. Möglich wäre, wie es beispielsweise auch an einer Grundschule in Markkleeberg übergangsweise praktiziert wird, dass eine Klasse am Nachmittag im Schulgebäude betreut wird. Die eigentliche Sanierung der Schule von der Elektrik bis hin zur Fassade erfolge laut Luedtke dann im Jahr 2021. Bis dahin muss die Grundschule in West saniert sein, damit die Neukirchener während der Bauphase dort unterrichtet werden können.

Wie berichtet, wurden in Neukirchen 47 zukünftige Erstklässler für das Schuljahr 2017/2018 angemeldet. Die Oberbürgermeisterin hatte das Versprechen abgeliefert, den Elternwünschen gerecht zu werden und alles zu unternehmen, um es zu realisieren. Luedtke geht davon aus, dass die Zweizügigkeit einmalig sein wird. Ein Jahr später werde die Zahl der Schulanfänger ihrer Ansicht nach wieder nur eine Klasse ergeben.

Von Julia Tonne

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