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Borna Borna: In der Grundschule Neukirchen gibt es ab August zwei erste Klassen
Region Borna Borna: In der Grundschule Neukirchen gibt es ab August zwei erste Klassen
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13:58 09.04.2018
22 Kinder allein aus der Kita Thräna kommen im August in die Grundschule Neukirchen. Zu ihnen gesellen sich noch weitere 25 Abc-Schützen aus anderen Ortsteilen. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

22 Vorschulkinder stehen in der Kita Thräna in den Startlöchern. Noch ein paar Wochen, dann sind die Sechsjährigen ABC-Schützen. Und zwar in Neukirchen. Und das auch noch mit weiteren 25 Kindern. Ungewöhnlich viel für eine Schule, in der es bisher nur einzügig vonstatten ging. Doch in den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Eltern aus Bornas Ortsteilen Neukirchen, Zedtlitz und Thräna alle Hebel in Bewegung gesetzt, um alle 47 Kinder in Neukirchen einschulen zu dürfen. Doch die hohe Zahl setzt eines voraus: die Zweizügigkeit, also zwei Klassen einer Stufe.

Die ist, wie die LVZ berichtete, von der Sächsischen Bildungsagentur genehmigt, nachdem sich auch Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) auf die Seite der Eltern gestellt hatte. Damit wäre es das zweite Mal in Neukirchen, dass es zwei Klassen für eine Klassenstufe gibt. Beim Zuckertütenfest in Thräna am Freitagnachmittag erinnerten sich Kita-Leiterin und Eltern noch an die Zeit vor genau einem Jahr. „Nach Eingang der Anmeldungen – und das waren damals schon mehr als 40 – wurde angekündigt, die Plätze in Neukirchen über das Losverfahren zu vergeben“, erzählt Julia Scharf, deren Sohn den Kindergarten in Thräna besucht. Lediglich die Geschwister von Kindern, die bereits in Neukirchen zur Schule gehen, seien gesetzt gewesen.

„Das Losverfahren hätte bedeutet, dass die Eltern noch eine zweite Grundschulvariante – Borna Nord oder West – angeben müssen“, erklärt Scharf, allerdings sei absehbar gewesen, dass auch Nord voll werden würde und dort ebenfalls ein Losverfahren zum Einsatz hätte kommen müssen. Alle Kinder, deren Eltern die Clemens-Thieme-Grundschule als Erstwunsch angegeben haben, hätten, wären sie nicht gezogen worden, in West eingeschult werden müssen. „Das war im Sommer 2016 ein ständiges Hin und Her, die meisten Mütter und Väter wussten nicht, wie und wo es weitergeht“, sagt die 35-Jährige.

Deshalb habe es mehrere Schreiben an die Oberbürgermeisterin, die Bildungsagentur und das sächsische Kultusministerium gegeben, in denen die Eltern die Zweizügigkeit forderten. „Erst mit diesen Briefen kam Schwung in die Sache“, so die Mutter eines zukünftigen Erstklässlers. Und dann auch der Erfolg: Die Bildungsagentur gab grünes Licht. Derzeit laufen in der Schule selbst die ersten Vorbereitungen. So muss das Computerkabinett zum Klassenzimmer umgerüstet werden, „in den Sommerferien wird der Brandschutz überholt“, erklärt Luedtke.

Eine, die sich mit den Eltern über das Ergebnis freut, ist Carmen Riedel, Leiterin der Kita Sonnenkäfer in Thräna. 22 Vorschulkinder betreuen sie und ihre Kolleginnen derzeit. Ungewöhnlich viel. „Sonst kommen jedes Jahr zwischen fünf und neun Kinder in die Schule“, sagt sie. Bei eben diesen Zahlen werde es sich auch ab August/September wieder einpendeln. Von daher geht auch sie davon aus, dass es bei der einmaligen Zweizügigkeit bleiben und nächstes Jahr wieder nur eine Klasse eingeschult werde.

Mit der Zweizügigkeit gehen auch Veränderungen für den Hort einher. Hier sind ebenso Umbauten und Erweiterungen notwendig wie im Schulgebäude selbst. Zwar liegt dem Träger, der Volkssolidarität Kreisverband Leipziger Land / Muldental, noch immer keine Betriebserlaubnis für zwei erste Klassen vor, „das Landesjugendamt hat sie aber in Aussicht gestellt, wenn einige Bedingungen erfüllt sind“, sagt Dörte Wiemer, Fachberaterin bei der Volkssolidarität.

Dazu gehöre neben dem Brandschutz unter anderem die Teilung eines großen Raumes, um dort zukünftig die Abc-Schützen in den Nachmittagsstunden betreuen zu können. Auch der Träger selbst ist bereits aktiv geworden und hat eine weitere Erzieherin eingestellt. „Bei uns stehen alle Signale in Richtung Mehrbetreuung“, macht Wiemer deutlich.

Von Julia Tonne

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