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Region Borna Borna: Kahlschlag an der Grünen Harfe – Weitere Baugrundstücke entstehen
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00:18 10.02.2017
Kahlschlag an der Grünen Harfe: Hier werden neue Baugrundstücke erschlossen. Im Hintergrund die ehemalige Brikettfabrik Witznitz Quelle: André Neumann
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Borna

In Bornas aktuell größtem Neubaugebiet an der ehemaligen Brikettfabrik Witznitz gehen der Verkauf und die Erschließung von Bauland mit großen Schritten voran. Bert P. Giesen, Geschäftsführer der Immobiliengruppe VDL, rechnet damit, dass sich sein Unternehmen schon im Sommer dieses Jahres aus dem Geschäft an der Grünen Harfe zurückziehen kann.

Nach der Insolvenz der bisherigen Grundstücksentwicklungsgesellschaften war VDL im Auftrag der Insolvenzverwalterin Susanne Berner als Projektentwickler und Vermarkter tätig geworden. Von damals 17 Grundstücken für Einfamilienhäuser sind laut Giesen noch vier nicht verkauft. Über drei davon werde gerade mit Interessenten gesprochen. Auch die Vermarktung von kleinen Reihenhäusern in einem Gebäude der ehemaligen Brikettfabrik könne jetzt weitergehen.

Ebenso sei ein rund 3000 Quadratmeter großes Grundstück, welches mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut werden könne, jetzt vermarktungsreif. Giesen geht davon aus, dass die letzten Grundstücke bis zum Sommer verkauft werden können. Parallel dazu werde derzeit die Übergabe der öffentlichen Grundstücke und Straßen an die Stadt Borna vorbereitet. „Ich denke, im Sommer werden wir hier unsere Arbeit getan haben“, schaut der Immobilienexperte voraus.

Einen deutlichen Entwicklungsschub nahm das Areal, nachdem im Mai vorigen Jahres die Anbindung der Wohngebietsstraße Grüne Harfe an die Pawlowstraße erfolgt war. Mehrere Grundstücke wurden seitdem verkauft, mehrere Häuser wurden gebaut beziehungsweise sind im Bau.

Aktuell lässt die in Borna ansässige Bauträgergesellschaft Atelier KS ein von ihr erworbenes größeres Areal erschließen. Das ist mehrere 1000 Quadratmeter groß, grenzt direkt an die Witznitzer Werkstraße und war großteils zugewachsen Mit Bagger und Kettensäge werden hier seit Mitte Januar Buschwerk und Bäume beseitigt, um Baufreiheit zu schaffen. Der Kahlschlag ist für etliche Bewohner irritierend, zumal auch große Bäume gefällt werden. Immobiliensachverständiger Andreas Kutz, der für Atelier KS die Vermarktung des Grundstückes vorbereitet, erklärt das mit der Vermarktbarkeit der Grundstücke. „Wenn wir Bäume stehen lassen, ein künftiger Bauherr die aber auf seinem Grundstück nicht haben will, müssen wir wieder bis zum nächsten Winter warten, um fällen zu dürfen.“

Der Bewuchs auf dem markanten Hügel, der sich längs durch das Wohngebiet zieht, werde aber nicht beseitigt, der müsse stehen bleiben, sagt Andreas Kutz. Bereinigt wird auch die Böschung gegenüber der bestehenden älteren Bebauung an der Witznitzer Werkstraße, wo im Laufe der Jahre Baumverschnitt und Grünabfälle angehäuft wurden.

Kutz spricht von fünf bis sechs Grundstücken, die auf dem Gelände erschlossen werden sollen. Dabei sehe er den Trend, dass Bauherren Grundstücke erwerben wollen, die größer als 500 Quadratmeter sind. Bis Ende Februar sollen die Rodungsarbeiten beendet sein. Kutz geht davon aus, dass die Baugrundstücke ab diesem Frühjahr verkauft werden.

Eine Umfahrungsstraße, wie im früheren Bebauungsplan vorgesehen, solle nicht gebaut werden. Zwei Stichstraßen, die mit zu dem Gelände gehören, sollen als Privatstraßen angelegt werden.

Von André Neumann

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