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Borna: Landwirte rechnen mit durchschnittlicher Getreideernte

Borna: Landwirte rechnen mit durchschnittlicher Getreideernte

Rötha. Vermutlich rollen am Freitag in der Bornaer Region die ersten Mähdrescher auf die Felder – Auftakt zur diesjährigen Getreideernte.

. Die Landwirte erwarten einen durchschnittlichen Ertrag.

Durch den langen Winter und den nasskalten Mai startet die Ernte deutlich später als in den Vorjahren, wo das erste Korn bereits in der letzten Juni-Dekade vom Feld geholt wurde. Mehrere Landwirtschaftsbetriebe, etwa Kahnsdorf und Großstolpen, würden am Freitag auf ihren leichten Kippenböden mit dem Drusch starten wollen, informiert Dietmar Mühlberg von der Außenstelle Rötha des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Noch vor 30 Jahren sei der Erntebeginn immer um den 10. Juli gewesen, habe sich aber aufgrund der Klimaveränderungen vorverlagert, so Mühlberg.

In diesem Jahr sei beim Getreide ein durchschnittlicher Ertrag zu erwarten, sagt der Vizechef der Außenstelle, Hans-Jörg Heilmann. Eine Bombenernte wie 2008 und 2009 wird es laut Mühlberg jedenfalls nicht geben. Da wurden in der Region, je nach Bodenbeschaffenheit, pro Hektar zwischen 60 und 80 Dezitonnen Wintergerste und 65 bis 80 Dezitonnen Winterweizen eingefahren, auf manchen Schlägen auch mehr. „Allerdings konnten sich die Landwirte darüber nicht freuen", so Mühlberg, „die Preise rutschten in den Keller". Auch aufgrund der weltweiten Finanzkrise und der Spekulationen auf dem Markt hätte es für die Wintergerste nur sieben bis neun Euro je Dezitonne gegeben, für den Winterweizen elf bis zwölf Euro. Erstrebenswert wären zwei bis drei Euro mehr. „Zurzeit sieht es auf dem Markt auch nicht viel besser aus", erklärt Außenstellen-Mitarbeiter Rainer Miska. Die Preise würden an der Schmerzgrenze liegen und die Bauern hoffen, dass der Welthandel wieder in Schwung kommt. So sei der Export in Länder wie Indien oder Saudi-Arabien zusammengebrochen, sagt Mühlberg.

Im Leipziger Land gibt es etwa 55 000 Hektar Ackerland, die Hälfte davon nutzen die Bauern für den Getreideanbau.

Frank Prenzel

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