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Borna Borna: Luedtke plant Notoperation einer Brücke, die keiner braucht für Brücke über den Goldenen Born
Region Borna Borna: Luedtke plant Notoperation einer Brücke, die keiner braucht für Brücke über den Goldenen Born
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14:04 19.05.2015
Frank Romeike weist auf das eingewachsene Skelett der Brücke - nach Ansicht der Gestewitzer muss diese gründlich saniert werden. Quelle: Birgit Schöppenthau

. Denn die Natur hat das Kleinod über den Bachlauf Goldener Born fest im Griff. Wer hier Hand anlegen will, muss wie der Ritter in Dornröschen den Kampf mit Hecken und Sträuchern aufnehmen. Trotzdem forderte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) den Bauhof auf, das Bauwerk wieder begehbar zu machen. Zur Verblüffung und Verwunderung der Gestewitzer. Die finden, dass die Investition in neue Bretter allein reine Verschwendung ist.

Die in Blattwerk eingebettete Brücke war einst ein stark frequentiertes Bauwerk. "Als der Kindergarten noch im Rittergut untergebracht war und das Umspannwerk einige Menschen beschäftigte, war der Weg durchs Grüne eine willkommene Abkürzung", erzählte Frank Romeike (CDU), Mitglied im Eulaer Ortschaftsrat. Von Gestewitz aus hätten viele Bewohner die Strecke über die Borngasse genommen, die Pferdekoppel überquert, dann schnellen Fußes den Born sowie den angrenzenden Wald hinter sich gelassen, um ihre Kinder in gute Hände zu geben oder das Tagewerk zu verrichten.

Aber mit der Verlagerung der Kindereinrichtung nach Eula und der vollautomatischen Funktion der Energiestation ebbte der Strom der Fußgänger ab. Nur noch einzelne Spaziergänger nahmen den Weg über den Goldenen Born, um die Idylle des Waldes zu genießen. Als ein Kind im vorletzten Winter durch die maroden Brückendielen einbrach und sich leicht verletzte, hisste der Ortschaftsrat die weiße Flagge und entfernte den Belag der Brücke. Für eine umfassende Sanierung habe der Ortschaftsrat kein Geld, erklärte Romeike. "Inzwischen hat sich die Natur das Skelett der Brücke zurückerobert", so der Gestewitzer.

Mit Verblüffung quittierte der Ortschaftsrat den Vorstoß des Bauhofes, ein paar Bretter aufzunageln, um die Brücke wieder begehbar zu machen. "Damit ist es nicht getan", entgegnete Romeike. Das Metallgerüst benötige einen Korrosionsschutz. Die Brücke habe eine Spannweite, die eine stabile Auflage aus Bohlen erfordere. "Außerdem müssten Wege freigeschnitten und später auch gepflegt werden", so der Einwand von Romeike. Wenn die Sicherung der Brücke nachhaltig ausfallen soll, würde die Investition eine Höhe erreichen, die eine Zustimmung des Stadtrates erfordert. "Wir wollen die Brücke wieder", stellte Romeike klar. "Aber ein Schnellschuss wäre Geldverschwendung."

In der Fragestunde während des jüngsten Stadtrates in Borna machte Romeike auf die Problematik aufmerksam. Im Tumult um abgeschmetterte Beschlussvorlagen und den ausstehenden Haushaltsplan ging das offenbar unter. Luedtke wollte sich trotz mehrfacher Anfragen nicht dazu äußern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.05.2015
Birgit Schöppenthau

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