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Region Borna Borna: Martha-Schrag-Bilder von Jugendlichen werden Wanderausstellung
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16:23 22.02.2018
Die Proportionen waren eine Herausforderung: Steven Schmidt und Sophie Reiche sind zwei von sechs Künstlern der Bornaer Dinterschule.  Quelle: Julia Tonne
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Borna

 Bei dem Graffiti-Projekt des Kinder- und Jugendparlaments Borna (Kijupa) gibt es eine Veränderung: Die Bilder – allesamt Eigeninterpretationen von Schülern zu Werken der expressionistischen Künstlerin Martha Schrag – werden nicht wie ursprünglich geplant direkt auf Häuser- und Garagenwände gesprüht, sondern auf große Leinwände, die dann graue und triste Flächen in Borna aufwerten sollen. In den Winterferien werden die Bilder aufgehängt, in den darauffolgenden Monaten wird dann jedes Werk für einen bestimmten Zeitraum an einem anderen Standort zu sehen sein.

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Siegerentwürfe des Wettbewerbs. Sie sollen als Graffiti an Bornaer Hauswände kommen.

Sechs Künstler aus der Dinterschule beteiligen sich an dem Projekt des Kijupa. Das hatte schon vor mehreren Monaten den Vorschlag gemacht, die Bornaer Expressionistin Martha Schrag, deren Kunst während der Zeit des Nationalsozialismus’ als „entartet“ galt, ins Bewusstsein zu rücken. Die Schüler – ursprünglich hatte auch das Gymnasium Interesse signalisiert – konnten ihre Entwürfe von Schrag-Bildern beim Parlament einreichen, die besten fünf Entwürfe wurden schließlich Anfang Oktober vorgestellt.

Aus den Entwürfen sind mittlerweile jeweils 1,25 mal 2,50 Meter große Graffiti geworden. „Am schwierigsten war es, die Proportionen vom A4-Format auf die riesige Leinwand zu übertragen“, sagt Steven Schmidt, der das Motiv „Mutter mit Kind“ umsetzte. Auch die vielen Feinheiten seien eine Herausforderung gewesen, erklärt der 16-Jährige, der in seiner Freizeit Tattoo-Vorlagen zeichnet.

Auch Sophie Reiche hatte bei der Übertragung ihres Drucks anfängliche Schwierigkeiten, den Platz richtig einzuteilen. „Es ist schlicht was ganz anderes, ein Motiv auf ein Blatt Papier zu malen, als es auf eine Leinwand zu sprühen“, macht die 14-Jährige deutlich. Unterstützung fanden die sechs Künstler, von denen zwei an einem Werk arbeiten, bei dem Graffiti-Experten Lino Sayah-Sepanlou, der mehrere Tage in Borna war, um bei den Jugendlichen Grundlagen zu schaffen und Tipps zu geben.

Am 26. Januar, anlässlich des Tags der offenen Tür in der Dinterschule, werden die fertige Exemplare der Öffentlichkeit vorgestellt, einige Tage später kommen sie zu ihren vorgesehenen Standorten – unter anderem zieren sie zukünftig die Bushaltestelle am Breiten Teich, ein Wohnhaus der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft in Gnandorf, ein Gebäude in der Magdeborner Straße in Borna Ost sowie den Eingangsbereich der Oberschule. Ein weiterer Standort sind die Garagen hinter der Grundschule in Borna-West, wo nicht nur ein Bild hängen wird, sondern Sayah-Sepanlou den Schriftzug von Schrags Unterschrift anbringen will. „Und damit sich keiner von den Nachwuchskünstlern benachteiligt fühlt, was den Ausstellungsort seines Bildes betrifft, wird es eine Art Wanderausstellung“, erklärt Jugendreferent Inya-Tinko Rabold.

Von Julia Tonne

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