Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Borna-Medaillen: Kommen neue Prägungen?
Region Borna Borna-Medaillen: Kommen neue Prägungen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 12.06.2017
Gedenkmedaillen wie diese sollen in Borna an verdienstvolle Bürger vergeben werden. Quelle: Andreas Döring
Anzeige
Borna

Ein paar Medaillen gibt es noch im Bornaer Rathaus. Sie stammen aus der Zeit, als die Stadt ihren 750. Geburtstag feierte. Das war im Jahr 2001, und die Initiative dazu stammte vom seinerzeitigen Bürgermeister Bernhard Schubert (SPD). Seine Nach-Nachfolgerin Simone Luedtke (Linke) findet, dass es eine gute Sache wäre, wenn die Stadt auch künftig Borna-spezifische Gedenkmedaillen zur Hand hätte und damit verdienstvolle Einheimische wie Besucher ehren könnte.

Gedenkmedaillen wie diese sollen in Borna an verdienstvolle Bürger vergeben werden. Quelle: Andreas Döring

Eins der letzten Exemplare, die es von den einstmals vielen Medaillen in der Stadtverwaltung noch gibt, ziert auf der Vorderseite mit dem Goldenen Stern eines der ältesten Gebäude der Stadt, das in einem Schriftzug ebenso genannt wird wie die dazugehörigen Daten: 1490, das Jahr der Ersterwähnung des einstmaligen Gasthofes sowie 1993 – das Jahr, in dem die Sanierung des zu DDR-Zeiten mächtig heruntergekommenen Bauwerks erfolgreich abgeschlossen wurde. Auf der Rückseite der Medaille mit einem Gewicht von 8,5 Gramm und einem Durchmesser von 30,1 Millimeter ist das Bornaer Stadtwappen zu sehen.

Vergeben wurden die Medaillen an Besucher wie etwa die Vertreter der ukrainischen Partnerstadt Irpen, als die im Dezember zur Erneuerung des Partnerschaftsvertrages nach 40 Jahren in Borna waren. Oder auch an Träger des Bornaer Ehrenamtspreises. Das aber wird nicht mehr passieren, weil der Stadtrat die entsprechenden Regeln geändert hat, so dass Ehrenamtspreisträger künftig freien Eintritt in städtische Einrichtungen erhalten.

Eine Neuprägung von Borna-Medaillen wäre aber schön, ist Oberbürgermeisterin Luedtke überzeugt. Von Medaillen, nicht von Gedenkmünzen, von denen umgangssprachlich immer wieder die Rede ist. Darauf macht Rolf Müller-Syring aufmerksam. Der frühere Chef der Wirtschaftsentwicklung Leipziger Land (Will), heute Münzdirektor bei der Firma Geiger Edelmetalle in Espenhain, ist sozusagen ein Experte in dieser Sache. „Münzen haben ein Nennwert und sind Zahlungsmittel.“ Das heißt: Ihre Ausgabe ist das Privileg von Staaten, aber nicht von Kommunen. Dennoch haben Gedenkmedaillen, wie es sie in Borna gab und wieder geben soll, auch einen finanziellen Wert. Eine gängige Silbermedaille, bei deren Herstellung der Materialeinsatz eine Unze Silber beträgt, läge dann angesichts des aktuellen Silberpreises bei 16, 17 Euro.

Wobei der pekuniäre Aspekt bestenfalls zweitrangig wäre, wie die Bornaer Rathauschefin klarmacht. Die neuen Medaillen könnten, sofern die Weichen dafür gestellt würden, an Leute mit Verdiensten vergeben werden, etwa wenn sie in den Ruhestand gehen. Und sie könnten am Ende doch einen kleinen Obolus einspielen. Der Tourismusverein Borna und Kohrener Land hat jedenfalls bereits signalisiert, dass Besuchern Borna-Medaillen auch in der Tourist-Information angeboten werden könnten.

Von Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei den Überlegungen zur Reinigung der Pleiße von Eisenhydroxidschlämmen deutet sich eine Wendung an. Anrainer der Witznitzer Seen können möglicherweise aufatmen. Die von der LMBV bisher vorzugsweise betrachtete Umleitung des Flusses in den Kahnsdorfer See stellte sich als nicht erfolgversprechend heraus.

07.03.2018
Borna 1075 Tiere jährlich verletzt oder getötet - Immer mehr Wildunfälle im Landkreis Leipzig

Die Zahl der Wildunfälle im Landkreis Leipzig steigt. Im vergangenen Jahr wurden 1075 Tiere angefahren und dabei meist getötet. Es gibt Bemühungen, zum Beispiel mit Reflektoren an Straßenleitpfosten solche Unfälle zu vermeiden. Der Erfolg ist jedoch nicht sicher. Jagdpächter wie Eberhard Krötzsch haben deshalb nach wie vor mit Unfalltieren zu tun – denn die Jäger entsorgen die Kadaver und erlösen verletzte Wildschweine und Rehe mit dem so genannten Fangschuss.

12.06.2017

Nach dem Einspruch der Stadt Groitzsch gegen den Beschluss zum Bau einer Enthärtungsanlage muss dieser neu gefasst werden. Die Versammlung des ZBL tagt aber nicht mehr vor der Sommerpause. Planung und Bau liegen derzeit auf Eis.

12.06.2017
Anzeige