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Borna Borna: Michael Potkownik tüftelt mit seiner Theatergruppe an neuen Ideen
Region Borna Borna: Michael Potkownik tüftelt mit seiner Theatergruppe an neuen Ideen
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00:20 29.09.2017
Michael Potkownik (li.) gehen die Ideen nicht aus. In diesem Jahr gibt es von der Theatergruppe einen lebendigen Adventskalender. Quelle: Julia Tonne
Borna

Kaum ist das Lutherfest samt Theaterstück vorbei, tüftelt Regisseur Michael Potkownik bereits über den nächsten Ideen. Und derer gibt es viele – die reichen vom lebendigen Adventskalender über eine Weihnachtsgeschichte bis hin zum nächsten Stück anlässlich eines Festes, das an die Tradition des Lutherfestes anknüpfen soll. Denn dass es weitergehen soll und auch wird, steht für den Buchautor, Schauspieler und Drehbuchschreiber außer Frage.

An Theaterstücken soll es nicht mangeln

„Unter dem Begriff Lutherfest ist das Wochenende sicherlich nicht fortzuführen. Jetzt hat es sich doch mal ausgeluthert“, sagt Potkownik. Dennoch brauche Borna ein solches Ereignis – „dann vielleicht unter dem Namen Zwiebelfest“. An Theaterstücken jedenfalls solle es nicht mangeln. Historische Fakten rund um die Große Kreisstadt gebe es zahlreiche, die Schauspieler der Gruppe „Neue Wasser“ stünden bereit, Kostüme seien genauso vorhanden wie die Motivation, immer wieder etwas Neues auf die Bühnen Bornas zu bringen. „In der Größenordnung wie beim letzten Lutherfest könnten wir nächstes Jahr durchaus wieder auftreten“, macht Potkownik deutlich.

Derzeit nehme die Idee Gestalt an, die Läufer von Lutherwanderung und Lutherlauf – beides soll nach Aussage von Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (die Linke) auf jeden Fall wieder veranstaltet werden – gebührend zu empfangen. In historischen Gewändern, mit geschichtlich belegten Worten. So werden vier Figuren mit von der Partie sein, wenn die Hobby-Sportler in Borna einlaufen: ein Soldat, die Zwiebelfrau, ein Bergmann und Michael von der Straßen. „Ich habe dann auch immer gleich ein Gesamtbild vor Augen“, erklärt der Regisseur. Und das beinhalte zugleich Bauern, die mit schwer beladenen Karren über den Martin-Luther-Platz ziehen. „Wir spielen also nicht für das Publikum, sondern mitten unter den Zuschauern.“ Schließlich seien die Bornaer ein buntes Treiben gewohnt, das wolle ihnen die Theatergruppe nicht vorenthalten.

Vor Reisegruppen könnte man spielen

Daran anknüpfend solle ein Stück entwickelt werden, das im Jahr 2019 Premiere feiern kann. Inhaltlich dreht sich das um Bornas Geschichte im 19. Jahrhundert. Doch auch wenn hier ein vollkommen anderes Thema im Mittelpunkt steht, kommen Potkownik und seine Mitstreiter um Martin Luther nicht gänzlich herum. Anlässlich des Reformationstages in zwei Jahren bringt das Ensemble „Luthers Disposition zu Leipzig“ auf die Bühne. „Und spätestens 2022 kann es wieder ein Lutherfest geben, denn 500 Jahre zuvor entstand der berühmte Aschermittwochbrief.“

Im Gespräch ist Potkownik dieser Tage aber nicht nur mit der Stadt, wenn es um Ideen und Planungen für das nächste Jahr geht, sondern auch mit Kirchenmusikdirektor Jens Staude. Ihn möchte er mit ins Boot holen, um die Geschichte der Orgel – von Urban Kreutzbach gebaut – für das Theater zu interpretieren. „Überhaupt bieten unsere Kirchen so viel Potenzial, das wir nicht ungenutzt lassen wollen“, so der umtriebige Regisseur. Daher gebe es erste Überlegungen, in Zukunft Reisegruppen in der Großen Kreisstadt vor der Emmauskirche zu bespielen.

Auch wenn vieles noch Zukunftsmusik ist, in trockenen Tüchern scheint schon jetzt der lebendige Adventskalender. Jeden Tag werden Schauspieler und Kinder der Musikschule Ottmar Gerster voraussichtlich am Rathaus kleine Stücke, Gedichte und Musiktitel aufführen. Fest eingeplant ist zudem die Inszenierung „Brief vom Weihnachtsmann“ im Goldenen Stern in der Weihnachtszeit. Allerdings steht die Theatergruppe Neue Wasser dann nicht alleine auf der Bühne, vielmehr sind auch Kinder aus der Kita Sputnik mit dabei.

Derweil sucht Neue Wasser noch weitere Schauspieler, denn komfortabel wäre es allemal, eine Rolle mit zwei Spielern zu besetzen. „Die Bornaer sollten sich nicht nur von uns bespaßen lassen, sondern mitwirken“, macht Potkownik deutlich. Auf der Suche ist das Ensemble zudem nach einer dauerhaften Spielstätte. Vielleicht, so der Regisseur, sei es denkbar, in Absprache mit Kinder- und Jugendparlament und mit der Stadt das Heizwerk in der Angerstraße zu nutzen.

Von Julia Tonne

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