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Borna: Neukirchener Schule ist Baustelle – Platz für zwei erste Klassen entsteht

Zweizügigkeit Borna: Neukirchener Schule ist Baustelle – Platz für zwei erste Klassen entsteht

In der Grundschule des Bornaer Ortsteils Neukirchen sind die Bauarbeiter angerückt. Weil die kommende erste Klassestufe zweizügig wird, muss sich allerdings nicht nur baulich etwas tun. Veränderungen gibt es auch hinsichtlich der Einschulungsfeier und des Kollegiums.

Schulleiterin Silvia Ehritt im Baugeschehen. Die Flure der Neukirchener Grundschule bekommen zusätzliche Brandschutzwände.

Quelle: Julia Tonne

Borna/Neukirchen. In der Grundschule des Bornaer Ortsteils Neukirchen sind die Bauarbeiter angerückt. Fenster werden eingebaut, Internetanschlüsse neu gelegt, Fußbodenbeläge erneuert. Weil die kommende erste Klassestufe zweizügig wird, muss sich allerdings nicht nur baulich etwas tun. Veränderungen gibt es auch hinsichtlich der Einschulungsfeier und des Kollegiums.

Wie die LVZ berichtete, werden Anfang August zwei erste Klassen in der eigentlich einzügigen Schule begrüßt. Der Grund: 48 Anmeldungen lagen der Stadtverwaltung vor, so viele wie noch nie in den vergangenen Jahren. Doch da auch die Grundschulen Borna Nord und West gut ausgelastet sind und zudem viele der in Neukirchen angemeldeten Kinder aus den Ortsteilen Thräna, Zedtlitz und Neukirchen kommen, gab es eine Ausnahmeregelung.

Blieb die Herausforderung zu klären, in welchem Raum die zusätzlichen Abc-Schützen lernen sollen. Eltern, Lehrer und Stadt hatten sich einvernehmlich dafür ausgesprochen, das Computerkabinett zum Klassenzimmer umzubauen. „Es gibt hier ohnehin Laptops, und die können dann genutzt werden, wenn die Kinder sie brauchen. Einen Raum muss man dafür nicht zwingend vorhalten“, sagt die Schulleiterin Silvia Ehritt. Doch der Raum bedarf einiger baulicher Veränderungen, deshalb werden während der Sommerferien neue Fenster eingebaut, vorgesehen sind zudem ein neuer Fußbodenbelag und Malerarbeiten. Da das Zimmer im Vergleich zu den anderen Räumen deutlich kleiner ist, wird eine erste Klasse nur aus 20 Kindern bestehen, die andere aus 28.

Mittlerweile gibt es auch eine Regelung, wie der Neukirchener Hort „Abenteuerland“ mit den vielen zusätzlichen Kindern arbeiten kann. Er nutzt in den Nachmittagsstunden das einstige Computerkabinett als Spielraum, dafür können bei Bedarf die Lehrer mit ihren Klassen am Vormittag in Räume des Hortes ausweichen. Das betrifft insbesondere die Musikstunden „Jedem Kind ein Instrument“ sowie den Religions- und Förderunterricht.

Eine Herausforderung wird auch die anstehende Einschulungsfeier sein. „Die werden wir in zwei Durchläufen machen müssen“, erklärt die Schulleiterin, denn bei 48 Kindern gehe die Atmosphäre womöglich verloren. Wenn für die erste Gruppe um 10.30 Uhr die Aufregung vorbei sei, beginne sie für die nächste. Mit von der Partie ist am 5. August auch eine neue Kollegin im Team um Ehritt. Denn eine weitere Klasse erfordert eine weitere Lehrkraft. Ergänzt wird die dann sieben Frauen starke Mannschaft der Grundschule zusätzlich von einer jungen Frau, die ihr freiwilliges soziales Jahr in Neukirchen absolviert. „Wir sind wirklich gut aufgestellt“, macht Ehritt deutlich.

Mit erforderlichen Veränderungen ist damit aber noch immer nicht Schluss. Auch die Mittagspause der dann insgesamt 119 Schüler stand kürzlich zur Debatte. Aufgrund der Platzkapazitäten hat sich das Kollegium für folgende Regelung ausgesprochen: Die Schüler, die bis zur sechsten Stunde Unterricht haben, gehen nach der vierten Stunde essen, alle anderen nach der fünften. Ehritt hofft, dass die Bauarbeiten vor Ende der Ferien abgeschlossen sind, denn eine umfangreiche Grundreinigung müsse noch erfolgen.

Mittlerweile hat nun auch der Hort Gewissheit, dass alle Kinder betreut werden dürfen. Das Landesjugendamt hat dem Träger, der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental, die Genehmigung für die Aufnahme zusätzlicher Kinder erteilt. An diverse Auflagen geknüpft, dürfen zukünftig bis zu 115 Kinder im „Abenteuerland“ spielen und lernen. Die entsprechenden Voraussetzungen muss nun die Stadt als Eigentümer des Objekts schaffen. Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) zeigt sich zufrieden. „Ich bin sehr erleichtert, dass es gelungen ist, diese Ausnahmegenehmigung zu bekommen“, sagt sie.

Von Julia Tonne

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