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Borna Borna: Noch keine Einigung beim Schulwegstreit in Neukirchen
Region Borna Borna: Noch keine Einigung beim Schulwegstreit in Neukirchen
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07:00 28.03.2017
Seit Jahren verfällt die sogenannte Käseburg zusehends. Ein nicht unerhebliches Risiko für Schüler, die den dahinterliegenden Trampelpfad als Schulweg nutzen. Quelle: Julia Tonne
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Borna/Neukirchen

Noch immer gibt es in der Debatte um den Schulweg im Bornaer Ortsteil Neukirchen keinen Vor-Ort-Termin. Seit mehreren Monaten bereits wartet der Elternrat der dortigen Grundschule auf eine Rückmeldung von Seiten der Stadtverwaltung (die LVZ berichtete). Die blieb bisher aus, dafür steht aber fest, dass die Schule erstmals ab kommendem Sommer zweizügig laufen wird. Und auch in anderer Hinsicht tut sich was in dem Bereich.

Wie Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) auf Nachfrage erklärte, habe es wieder mehrere Gespräche mit dem Eigentümer der sogenannten Käseburg gegeben. Das Gebäude an der Ecke Wyhraer Straße und Schulweg verfällt seit Jahren und stellt laut der Rathauschefin mittlerweile ein nicht unerhebliches Risiko dar. Denn die Schüler nutzen seit Jahr und Tag den Trampelpfad entlang der Friedhofsmauer zwischen Friedhof und Käseburg, um zur Grundschule zu gelangen. Eine Befestigung des Weges, wie vom Elternrat gewünscht und gefordert, lehnt die Stadt bisher ab – nicht nur aus Kostengründen, sondern auch mit der Begründung, von dem verfallenden Gebäude gehe ein hohes Sicherheitsrisiko aus. Zumal der offizielle Schulweg entlang der Wyhraer Straße und der gleichnamigen Sackgasse führt.

Laut Luedtke besteht derzeit die Überlegung, als Stadt das Areal der Käseburg (von der offenbar niemand weiß, wie sie zu ihrem Namen kam) zu kaufen und das Haus anschließend abzureißen. „Seit Jahren erklärt uns der Eigentümer, was er damit vorhabe. Passiert ist aber noch immer nichts“, begründet die Oberbürgermeisterin. Dabei dränge in Anbetracht des baulichen Zustands die Zeit.

Auch der Elternrat will nun Schwung in die Schulweg-Sache bringen und fragt regelmäßig bei der Stadtverwaltung nach. „Spätestens, wenn die erste Klasse zweizügig wird und noch mehr Kinder den Weg nutzen, muss eine Lösung gefunden sein“, fordert die Elternratsvorsitzende Katrin Fiebiger. Dass ein Vor-Ort-Termin bisher nicht zustande kam, sei ihrer Meinung nach den Planungen rund um die Sanierung der Schule und rund um die Zweizügigkeit geschuldet. Nun aber müsse sich die Stadt auch dem Anliegen des Elternrats widmen.

Von Julia Tonne

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