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Borna Borna: Schlammschlacht beim Firmencup
Region Borna Borna: Schlammschlacht beim Firmencup
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00:19 16.08.2017
Das Team der Städtischen Werke Borna (re.) muss gegen die Mannschaft von Lotter-Metall ran. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Für die einen Schlammschlacht, für die anderen Nordseefeeling: Der Auftakt des Borna City Beach drohte am Freitagnachmittag noch fast ins Wasser zu fallen. Denn nach den ergiebigen Regenfällen hatten sich die 900 Tonnen Sand in ein riesiges Schlammfeld verwandelt. Doch Feuerwehr und zahlreiche Helfer waren zur Stelle, als die beiden Veranstalter, Städtische Werke Borne (SWB) und Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS), um Unterstützung baten.

Mit Pumpen und Besen wurde dem Wasser zu Leibe gerückt, Harken machten aus dem festen Boden anschließend wieder vier Beachvolleyball-Felder. Wer am Freitagabend beim Firmencup sauber vom Platz ging, konnte schlicht durch Technik überzeugen oder verzichtete freiwillig auf Bodenkontakt. Die wenigsten jedoch blieben sandfrei, vollkommen schlammige Hosen sowie T-Shirts gehörten eher zum guten Ton. Eines jedenfalls war schon kurz vor der Eröffnung der neun sportlichen und Party-reichen Tage klar: Der Feierlaune tat der Regen keinen Abbruch. Im Gegenteil: Bis spät in die Nacht hinein wurde getanzt und gefeiert.

Mit dem Firmencup hat am Freitag der 3. City Beach Borna begonnen. Trotz des schlechten Wetters sind viele Leute gekommen, und es gab viel Spaß.

Vor allem ein Team und dessen Fans hatten allen Grund dazu. Denn dem Dauerfinalisten der vergangenen zwei Jahre, der M & R Gebäudetechnik, gelang es, die bisherigen Dauersieger des Firmencups, die Glaserei Peitzsch, vom Thron zu stoßen. Die Mannschaft war ganz knapp im Halbfinale gegen Druck 69 aus Neukieritzsch gescheitert. Insgesamt hatten sich 40 Mannschaften zum Firmencup angemeldet, allerdings gab es nur 32 Startplätze. So ging unter anderem die Stadtverwaltung Borna leer aus. Vielleicht aber meldet sich das Team noch beim Jedermann-Turnier an, das am Sonnabend ab 11 Uhr ausgetragen wird. Vereinzelte Plätze sind dafür noch zu haben.

„Es ist wirklich beeindruckend, dass sich mehr als 200 Hobby-Sportler den Spaß nicht entgehen lassen haben, obwohl die Bedingungen nun wirklich nicht optimal waren“, sagte SWB-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt, der ebenfalls des Öfteren im Schlamm landete. Doch die Teams, unter ihnen auch die LVZ und die LVZ Post, hatten sichtlich Vergnügen daran, aus dem Sand-Wasser-Gemisch das Beste zu machen. „Einmal wieder Kind sein und nach Herzenslust im Schlamm wühlen“, brachte es Marko Nickel von den SWB auf den Punkt.

Kleckerburgen bauen hier am City Beach Borna (v.l.) Ludwig, Elisabeth und Wilhelm. Quelle: Jens Paul Taubert

Von den gleichen Boden-Bedingungen profitierten am Sonntagnachmittag dann die Familien. SWB und BWS hatten erneut zum Kleckerburgenwettbewerb aufgerufen, für den zahlreiche Kinder und deren Eltern zu Eimer und Schaufeln griffen. Einer der Bauherren war Lukas aus Borna. Der fünfjährige Knirps – in Matschhose und Gummistiefeln – schleppte fleißig noch Wasser ran, wo es fehlte, um den Burggraben zu fluten. Etliche Burgen und Schlösser entstanden im Laufe der Nachmittagsstunden und wurden nach dem letzten Feinschliff fotografiert. Über die Facebook-Seite der Städtischen Werke können die Besucher nun bis kommenden Sonntag ihr Lieblingsbauwerk küren.

Lange Bestand hatten die architektonischen Meisterwerke allerdings nicht, denn am Abend machten die Besucher das Areal am Breiten Teich zum lateinamerikanischen Club. Die kubanische Nacht – mit passenden Cocktails, Zigarren und Salsa-Schnupperkurs – lockte etwa 300 Fans heißer Rhythmen auf den bis dahin nur leicht abgetrockneten Sand. Schicke Schuhe waren hier fehl am Platz, getanzt wurde ausschließlich barfuß.

Heute übrigens geht es geruhsamer zu, um 20.30 Uhr beginnt das Sommerkino. Der Eintritt ist frei.

Von Julia Tonne

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