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Borna Borna: Solaranlagen auf Kraftwerken
Region Borna Borna: Solaranlagen auf Kraftwerken
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14:13 19.05.2015
Eine Neuerung auf dem Gelände der Stadtwerke Borna ist die dritte Ladesäule im Stadtgebiet für Elektro-Autos. Quelle: Julia Tonne

Eine Neuerung auf dem Gelände der Stadtwerke ist die dritte Ladesäule im Stadtgebiet für Elektro-Autos. "Fünf Fahrzeuge können hier zeitgleich aufgeladen werden", erklärt SWB-Geschäftsführer Mario Maron. Auch die betriebseigenen Autos kommen hier an die Steckdose. "Und wer das nutzen möchte, kann bei uns anrufen." Den Strom, den die Ladesäule abgibt, bezieht sie von der Solaranlage, die auf dem Kraftwerk montiert wurde. "Ökologischer geht's nicht", macht Maron deutlich.

Die Dachflächen von zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) - Am Wilhelmschacht und in Nord - sind bereits mit Solaranlagen bestückt worden, im nächsten Jahr soll das Werk in Ost folgen. "Der Strom der Anlagen wird für den Betrieb der Blockheizkraftwerke genutzt, dadurch senken wir die Betriebskosten", sagt Maron. Zudem sei der Bau von zusätzlichen Netzen nicht erforderlich. Insgesamt hätten die Stadtwerke in den vergangenen anderthalb Jahren rund 800 000 Euro in die Modernisierung investiert.

Wenig Infrastruktur brauchen die Stadtwerke auch deshalb, weil 60 Prozent des Stroms, den die Verbraucher beziehen, hier erzeugt werden. Nach wie vor sind die Kerngebiete der Stadtwerke die Kreisstadt und der Landkreis, zunehmend liefern die Werke aber auch Strom nach Sachsen-Anhalt. Zwar sei die Zahl der Kunden in Borna etwas rückläufig, doch der Rückgang könne durch die Lieferung des Stroms zum Beispiel ins benachbarte Bundesland kompensiert werden.

Laut Maron seien die Preise für den Strom "auf niedrigem Niveau" gestiegen. Das liege vor allem an dem erneuerbaren Energie-Gesetz. "Der Anstieg für das EEG beträgt sechs Cent, dazu kommt ein Cent Umsatzsteuer. Für die Kunden bedeutet das sieben Cent mehr pro Kilowattstunde", rechnet der Geschäftsführer vor. Dass dennoch die Kundenzahl recht konstant geblieben ist, liegt für ihn an der bürgerfreundlichen Konzeption der Stadtwerke. Ansprechpartner vor Ort, Beratungen im Kundencenter, langfristige Mitarbeiter, die zum Teil die Kunden seit Jahren kennen, gute Ortskenntnisse bei Störungen - all das trage dazu bei, dass sich die Stadtwerke am Markt behaupten können, auch wenn die Konkurrenzsituation nicht einfach sei.

"Manchmal müssen wir von heute auf morgen mit der Lieferung von Strom einspringen, wenn andere Anbieter insolvent gegangen sind", sagt Maron. Und das sei in den vergangenen Monaten nicht selten vorgekommen. Der Bezug zur Region habe einen entscheidenden Anteil an der positiven Kundenentwicklung.

Seit ihrer Fertigstellung profitieren die Stadtwerke auch von der Autobahn 72. Denn in Borna gibt es eine Erdgastankstelle, die seit 2013 von den SWB mit Biogas beliefert wird. "Seit der Anschluss zur A 72 fertig ist, haben wir 50 Prozent mehr Absatz dort", erklärt Maron.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.10.2014
Julia Tonne

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