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Borna Borna: Vertrag für Schmutzwasser-Überleitung steht
Region Borna Borna: Vertrag für Schmutzwasser-Überleitung steht
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18:19 29.12.2009
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Borna

Beim Vertragspartner steht die Genehmigung noch aus. Seit Jahren lässt der Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) das Mischwasser aus Bornas Stadtgebiet in der Kläranlage Espenhain aufbereiten, die dem privaten Betreiber Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgungs GmbH (MUEG) gehört. Jährlich sind das nach Angaben von ZBL-Betriebsleiter Michael Spitzner rund 1,3 Millionen Kubikmeter. Auf einigen Kilometern müssen die trüben Fluten auch durch die Rohre des Abwasserzweckverbandes (AZV) Espenhain geleitet werden. Der ursprüngliche Überleitungsvertrag mit dem AZV war bereits im Frühjahr dieses Jahres ausgelaufen, seither folgte die Entsorgung mündlichen Absprachen (wir berichteten). Neben Beschlüssen zu den Trinkwassergebühren und der Haushaltssatzung nebst Wirtschaftsplan 2010 stimmten die Verbandsräte letzte Woche auch über den neuen Vertragsentwurf ab. Im Vorfeld des Beschlusses hatten beide Verbände hart um die künftige Preisgestaltung verhandelt. „Anfangs lagen die Preisvorstellungen recht weit auseinander. Der jetzt von den Räten bestätigte Entwurf berücksichtigt die Interessen beider Parteien angemessen“, erklärte Spitzner diplomatisch. Heißt im Klartext: Mit dem schlussendlich ausgehandelten Durchleitungsentgelt können beide Seiten leben. Das Gros der Bornaer Wassermengen werde nach den ausgehandelten Modalitäten für 14 Cent je Kubikmeter durch die AZV-Rohre fließen. Nur das – mengenmäßig wenig ins Gewicht fallende – Abwasser aus der Siedlung Kesselshain koste 17 Cent pro Kubikmeter. Erstmals zum 1. Januar 2010 und dann alle zwei Jahre werde zudem eine Preissteigerung um einen Cent je Kubikmeter fällig. „Dafür haben wir die sonst üblichen Preisgleitklauseln weggelassen“, kommentiert Spitzner. Besonders intensiv wurde seinen Angaben zufolge außerdem über ein im Wortsinn anrüchiges Problem diskutiert. Der ZBL übergebe sein Mischwasser an der Einleitstelle Eula in eine Druckleitung des AZV, in der sich die Abwässer beider Verbände mischten. Etwa vier Kilometer weiter erreiche dieser Mix dann Espenhain, und hier seien in der Vergangenheit immer wieder Geruchsprobleme aufgetreten. „Klar ist, dass sich beim Vermischen der Wassermassen beider Verbände Schwefelwasserstoffverbindungen bilden“, so Spitzner. Die Ursache dafür habe aber auch durch mehrere Gutachten nicht geklärt werden können. Zwar hätten ZBL und AZV das Problem durch vorbeugende Maßnahmen seit längerer Zeit im Griff. Für den Fall eines neuerlichen Auftretens hätten jedoch verbindliche Regelungen hergemusst. Denn die Bekämpfung der üblen Gerüche sei aufwendig und teuer. „Beschlossen wurde nun ein Modell, das sich an der von uns zugeleiteten Wassermenge orientiert.“ Der vom AZV favorisierten Pauschale mochten die Räte nicht zustimmen. Ob die Verbandsversammlung des AZV Espenhain die Vorlage akzeptiert, muss sich aber erst noch erweisen. „Deren Entscheidung fällt im Februar“, weiß Spitzner.

Markus Tiedke

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