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Borna Borna: Verwaltungsspitze komplett
Region Borna Borna: Verwaltungsspitze komplett
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02:00 02.08.2012
Landrat Gerhard Gey (r.) mit Dirk Rasch. Quelle: Frank Prenzel
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Borna

Nach dem Kreischef und den zwei Beigeordneten Wolfgang Klinger und Thomas Voigt ist Rasch nun der viertwichtigste Mann der Kreisbehörde. Ihm obliegen vier Verwaltungsbereiche, darunter die Finanzen.

Ein neuer Dezernent sollte nach dem Ausscheiden des langjährigen Beigeordneten Klaus-Jürgen Linke eigentlich schon am 1. Februar an Geys Seite stehen und war mit dem Regiser Jugendstrafanstaltsleiter Uwe Hinz auch gefunden. Doch als Hinz kurz vor Amtsantritt öffentlich einigen Klärungsbedarf zum neuen Job signalisierte, hatte der Landrat die Reißleine gezogen. Die Ausschreibung ging daraufhin in die zweite Runde, in der sich Rasch gegen 42 weitere Bewerber durchsetzte.

Die Erwartungen an Rasch, dessen Dezernat das Haupt- und Personalamt, die Finanzverwaltung, die Stabsstelle Beteiligung/Controlling sowie das Straßen- und Hochbauamt nebst Liegenschaftsverwaltung umfasst, sind hoch. „Es stehen einige Herausforderungen vor der Tür", sagte Landrat Gey. Da sei in erster Linie die Vorbereitung des Kreishaushaltes für 2013 zu nennen. Durch den Entwurf des sächsischen Doppelhaushaltes habe sich die Situation zwar etwas entspannt, „aber es gibt noch Fragezeichen", so Gey, etwa beim Bildungs- und Teilhabepaket oder den Sozialleistungen. „Und wir haben Nachholebedarf bei den Kreisstraßen." Ein Bereich, in dem Rasch Neuland betritt, während er in seiner beruflichen Laufbahn mit Personal- und Finanzenangelegenheiten ausreichend Erfahrung sammeln konnte. Vor seinem Wechsel nach Borna arbeitete er als Leiter des Dezernates Personalwesen bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Erst vorgestern brach er dort die Zelte ab. Nicht minder wichtig sind in Geys Augen das fortzuschreibende Personalentwicklungskonzept und das Unterbringungskonzept für die Verwaltung. Rasch ist damit konfrontiert, dass von 2010 bis 2013 beim Personal 13 Prozent abzubauen sind und die Alterszusammensetzung der derzeit etwa 1600 Mitarbeiter „in Schieflage ist", wie Gey sagt. Die Häuser in Bornas Stauffenbergstraße platzen aus allen Nähten, und das Jobcenter in Borna ist auf zwei Stellen verteilt, so dass auch die Unterbringung Lösungen erfordert. Rasch, der schon vor seinem gestrigen Amtsantritt erste wichtige Papiere sondierte und den Kontakt zu den Amtsleitern und einigen Kreistagsfraktionen suchte, weiß, dass er „keine leichte Aufgabe" übernimmt und es „nicht mehr Geld geben wird". Bei den anstehenden Entscheidungen seien Prioritäten zu setzen und Kompromisse notwendig. In seiner neuen, „sehr verantwortungsvollen Position" möchte der Mann mit Südraum-Wurzeln beitragen, den Landkreis voranzubringen. Er habe eine Stelle gesucht und gefunden, „wo ich meine Verwaltungskompetenzen gebündelt einbringen kann".

Frank Prenzel

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