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Borna bekommt einen Klimamanager

Umwelt Borna bekommt einen Klimamanager

In einem Jahr soll Borna einen Klimamanager bekommen. Das wäre die Konsequenz aus dem Klimaschutzkonzept, das vom Leipziger Institut für Energie GmbH im Auftrag der Stadt erarbeitet wird. Das Klimaschutzkonzept ist Voraussetzung für die Beantragung von Fördergeldern.

Ladesäulen für Elektro-Autos soll es auch in Borna geben.

Quelle: Dirk Knofe

Borna. Wenn alles läuft wie geplant, hat Borna in einem Jahr einen Klimamanager. Das wäre die Konsequenz aus dem Klimaschutzkonzept, das vom Leipziger Institut für Energie GmbH (IE Leipzig) mit seinem Partner, dem Büro für urbane Zwischenwelten (BUZ) im Auftrag der Stadt Borna erarbeitet wird. Der Stadtrat hatte das IE Leipzig auf seiner Sitzung im Juni damit beauftragt. Das Konzept, Voraussetzung auch für die Akquise von Fördermitteln, soll in einem Jahr im Stadtrat vorgestellt werden, sagt IE-Projektleiter Christoph Voigtländer.

Dabei gehe es um den Energieverbrauch in Kindertagesstätten und Schulen ebenso wie um eine zukunftsfähige Mobilität. Deshalb gehören neben den Städtischen Werken Borna (SWB) mit der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) und der Bornaer Wohnungsgenossenschaft (BWG) auch zwei Bornaer Großvermieter zu einer Lenkungsgruppe, die sich mit dem Thema befasst. Dass in Borna große Teile der Gebäude mittels Fernwärme versorgt werden, sei an sich positiv, so Voigtländer. Es stelle sich aber die Frage, inwieweit die Wärmeversorgung klimatechnisch optimiert werden könne, wenn etwa fossile Brennstoffe durch alternative Energiequellen ersetzt werden.

Das IE Leipzig will eine Energie- und Treibhausgasbilanz für zahlreiche Liegenschaften erarbeiten. Dafür soll etwa der durchschnittliche Verbrauch von Energie pro Quadratmeter in Kindergärten untersucht werden. Ein anderer Ansatz ist die Förderung alternativer Fortbewegungsmittel. Zwar hat die Stadtverwaltung seit kurzem ein reines Elektro-Auto in den Dienst gestellt, „vielleicht ist hier aber auch an eine Erweiterung der E-Flotte gedacht“, so Voigtländer weiter. Spätestens dann stelle sich auch die Frage nach Elektro-Tankstellen. Generell gehe es darum, „mehr Leute zum Umstieg auf Fahrräder, Bahn oder Bus zu bewegen“. Was bisweilen an ganz banalen Dingen scheitere. Voigtländer räumt mit Blick auf den Bornaer Bahnhofsvorplatz ein, dass auch er es sich überlegen würde, seinen Drahtesel dort tagsüber abzustellen, um ihn dann am Ende des Tages dort nicht mehr vorzufinden. Denkbare und einfache Alternative, sagt der Fachmann: Fahrradgaragen, wie es sie andernorts bereits gibt.

Das IE Leipzig will während der Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts auch die Bornaer mit einbeziehen. Etwa beim Stadtfest Anfang Oktober, bei dem es an einem Stand neben Informationen auch ein Klima-Glücksrad geben soll. Voraussichtlich am 28. November ist eine Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Goldener Stern geplant. In einem Jahr wäre dann die Einstellung eines Klimamanagers im Rathaus möglich, der sich hauptamtlich und ausschließlich auf die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes konzentriert.

Von Nikos Natsidis

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