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Borna Borna besiegelt Partnerschaft mit chinesischer Großstadt
Region Borna Borna besiegelt Partnerschaft mit chinesischer Großstadt
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09:44 07.07.2016
Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (r.) und He Weikai, Stadtoberhaupt von Dujiangyan in China, haben per Unterschrift die Städtepartnerschaft besiegelt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Borna und die chinesische Stadt Dujiangyan haben bereits vor einem Jahr ihre Absicht erklärt, Partnerstädte zu werden. Im Rathaus Borna besiegelten am Mittwoch nun Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) und He Weikai, Oberhaupt der chinesischen 600 000-Einwohner-Stadt Dujiangyan, die Partnerschaft mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags. Dafür war zuvor eine siebenköpfige Delegation extra aus China angereist. Die Partnerschaft läuft auf unbegrenzte Zeit.

„Mit dieser Vereinbarung wollen wir die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Medizin und Tourismus zwischen beiden Städten intensivieren und den Kulturaustausch fördern“, sagte He Weikai. Durch den Austausch könnten die Bürger beider Städte nur profitieren. Borna sei eine schöne deutsche Kleinstadt, in der die Leute sehr gastfreundlich seien.

„Nachdem wir die Partnerschaft mit der Stadt Hangzhou bereits im vergangenen Jahr besiegeln konnten, kann nun nach der Zustimmung aus Peking auch die beiderseitige Absichtserklärung mit der Stadt Dujiangyan in der Provinz Sichuan – dem Land der Großen Pandas – unterzeichnet werden“, sagte Hans-Robert Scheibe, Sprecher der Stadt. „China ist ein wunderbares Land und wir können viel voneinander lernen“, erklärte Oberbürgermeisterin Luedtke. Gerade im technischen Bereich – wie der Elektromobilität – sei China viel weiter. Bereits im Vorfeld hatte die Stadtchefin Dujiangyan besucht.

Künftig soll es weitere Schüleraustausche geben. „Die Kooperation beim Schüleraustausch hat bislang toll funktioniert“, erklärte die Oberbürgermeisterin. Die Bürger der Partnerstädte sollten zudem die Möglichkeit haben, sich zu vergünstigten Tarifen gegenseitig zu besuchen. Wer als Bornaer nach China reisen wolle, könne sich dafür ab sofort im Rathaus melden.

Ebenso wollen beide Seiten die Kooperationen der medizinischen Kliniken beider Städte weiter vorantreiben. Das Sana Klinikum in Borna stünde bereits seit Längerem im regen Austausch mit dem Krankenhaus in Dujiangyan. Die Zusammenarbeit habe bereits erste Früchte getragen. „Vor Kurzem waren drei Ärzte aus China hier, um von uns zu lernen“, sagte Luedtke. „Wir hingegen können uns in der Schmerztherapie von der typisch chinesischen Medizin etwas abschauen.“ Demnächst sollen auch deutsche Ärzte nach China fahren.

Nicht nur das Sana Klinikum besuchte die Delegation am Nachmittag zusammen mit der Oberbürgermeisterin und Vertretern des deutsch-chinesischen Zentrums in Leipzig (DCZL), sondern auch den Tagebau Vereinigtes Schleenhain.

Die Städtepartnerschaft war auf Initiative des DCZL zustande gekommen, das Kontakt zum Vorgänger von He Weikai aufgenommen hatte. „Ich wollte diese Basis weiter ausbauen“, sagte der chinesische Bürgermeister. Die kreisfreie Stadt Dujiangyan liegt im Herzen Chinas. Der zu Dujiangyan zugehörige Berg Qingcheng Shan und der darauf befindlichen Tempel Changdao Guan sind Unesco-Welterbestätte. Die Stadt ist zudem bekannt für seine Panda-Bären.

Von Oliver Becker

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