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Borna Borna beteiligt sich am bundesweiten Projekt
Region Borna Borna beteiligt sich am bundesweiten Projekt
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09:01 16.03.2018
Die Behördennummer 115. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Erfahren, was für die Ausstellung eines neuen Reisepasses alles mitzubringen ist? Dazu soll in Borna künftig nicht mehr der Gang ins Rathaus oder der Anruf in der Verwaltung notwendig sein. Die Stadt will sich am Projekt D115 beteiligen. Dahinter verbirgt sich die Telefonnummer 115, bei der Anrufer Auskünfte zu Verwaltungsfragen bekommen. Dafür soll der Stadtrat die Weichen auf seiner nächsten Sitzung am 22. März im Goldenen Stern stellen.

Anrufer aus Borna landen dann in einem der bundesweiten Servicecenter, die es in Sachsen in Leipzig, Dresden und Chemnitz gibt. Zu den Kommunen im Landkreis Leipzig, die bereits am ProjektD115 teilnehmen, gehört Brandis. Die Stadt versteht sich seit Jahren als Innovationskommune.

Vorzug: Eine Nummer für alle Verwaltungsfälle

Für Anrufer habe die Nutzung der bundesweit einheitlichen Telefonnummer, die Menschen mittleren und höheren Alters noch an die DDR-weite Telefonnummer der SMH, die Schnelle Medizinische Hilfe, erinnern dürfte, nennenswerte Vorteile, sagt die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Allgemeine Auskünfte könnten so schneller erteilt werden, „und wenn es sein muss, können die Mitarbeiter im Servicecenter auch nach Borna verbinden“. Also vor Ort, wohin sich der Anrufer im Zweifelsfall dann doch begeben muss. Die jährlichen Kosten für die Teilnahme am 115-Projekt liegen bei 1500 Euro im Jahr und sollen bei den Planungen für den Haushalt 2019 berücksichtigt werden.

Zugang zur Verwaltung wird vereinfacht

Der Versuch mit der bundesweiten Telefonnummer war vor neun Jahren zunächst in Modellregionen begonnen worden. Zwei Jahre später begann der Regelbetrieb. Als Vorteile der bundeseinheitlichen Behördentelefonnummer gelten eine deutschlandweite Vernetzung, aber auch die Entlastung von Fachbereichen in den kommunalen Verwaltungen. In strukturschwachen Gebieten soll der Zugang zu Verwaltungen vereinfacht werden. Und nicht zuletzt soll vor allem älteren Menschen der Zugang zur Verwaltung erleichtert werden.

Von Nikos Natsidis

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