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Borna Borna bis Kohren: Reizvolle Angebote zum Mühlentag am Pfingstmontag
Region Borna Borna bis Kohren: Reizvolle Angebote zum Mühlentag am Pfingstmontag
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00:18 03.06.2017
Mit rund 150 Schleppern aus Sachsen und Thüringen rechnet Familie Artelt zum Pfingstschleppertreffen am Wochenende. Quelle: Roger Dietze
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Borna/Elstertrebnitz

Zum 24. Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag werden bundesweit mehr als 1100 Mühlen für Besucher geöffnet. Der offizielle Auftakt steigt an der Bockwindmühle Lumpzig bei Altenburg in Thüringen. Im Bornaer Raum sind die Eisenmühle Elstertrebnitz, die Neuholländermühle Wyhra, die Lindigtmühle bei Kohren-Sahlis und die Bockwindmühle Ebersbach beteiligt.

Pfingst-Schleppertreffen an der Neuholländermühle Wyhra

Pfingsten ist gesetzt. Daran ist nicht zu rütteln. Sagen sich wieder etliche Besucher des Schleppertreffens anlässlich des Mühlentags. Sie zieht es jedes Jahr zur Neuholländermühle im Bornaer Ortsteils Wyhra – mit Kind und Kegel, mit Oldtimern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Familie Artelt, die die Mühle einst in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail gebaut hat, rechnet am Wochenende mit rund 150 Schleppern, die aus Sachsen und Thüringen mit ihren Besitzern nach Borna kommen.

Das Programm startet hier schon am Pfingstsonntag und reicht von der Besichtigung des Traktorenmuseums über die Foto-Ausstellung „Landschaftsbilder aus Deutschland & Italien“ von Harald Hilbert, Mineralienfunkeln, Vorführungen der Straßenwalze aus den 50er-Jahren bis hin zum Abseilen von der Mühle. Höhepunkt des Tages ist der Schlepperkorso durch Wyhra, der 15 Uhr beginnt. Kurz darauf wird der Schiffsdiesel angelassen, gegen 16 Uhr spielt der Musikverein Neukieritzsch-Regis. Am Abend laden Barbara und Gerhard Artelt zur Partysause ein.

Am Pfingstmontag, 10 Uhr, beginnt der Frühschoppen mit den Männerchören Zedtlitz und Benndorf sowie der Schalmeienkapelle der Ortsfeuerwehr Kössern. Den ganzen Tag über gibt es Fahrten mit dem Rasentraktor, Kremserfahrten von und zur Mühle, Vorführungen historischer Schlepperfilme und der Mühlentechnik sowie Torwandschießen. Für die am weitesten angereisten sowie ältesten Schlepper gibt es jeweils einen Pokal. Den Publikumspreis für den schönsten Traktor vergeben die Besucher.

Führungen und selbst gebackener Kuchen an der Mühle Ebersbach

Die Bockwindmühle von Ebersbach bei Bad Lausick stammt von 1859. Zu DDR-Zeiten waren sie drei Jahrzehnte ungenutzt. Nach der Wende gelang es Christa Graichen, der Tochter des früheren Müllers, und ihrem Mann Christian, den Holzbau mit Hilfe von Fördergeldern vor dem endgültigen Verfall zu retten. Seitdem drehen sich die Mühlenflügel bei Wind und können Besucher in die frühere Mühlenwelt Einblick nehmen. Am Montag lädt das Rentner-Ehepaar zwischen 9 und 17 Uhr zu Führungen ein. Zudem bietet es Kaffee und Kuchen an. „Den backen meine Tochter und Enkelin selbst“, sagt Christa Graichen.

Kunstmarkt und Mühlentag an der Lindigtmühle Kohren-Sahlis

Zum 24. Mal findet am Pfingstmontag am Lindenvorwerk bei Kohren-Sahlis der Kunstmarkt statt. Von 11 bis 18 Uhr präsentieren sich zwei Dutzend Kunsthandwerker, Handwerker und Künstler. Dabei kann die historische Lindigtmühle besichtigt und in Aktion erlebt werden. Zudem gibt es das Mühlenbrot aus der Museumsbäckerei. Es ertönt Musik, und die Mädchen und Jungen der Kohren-Sahliser Grundschule führen ab 14 Uhr ein Theaterstück auf.

Handwerkermarkt wie zu Anfangszeiten der Eisenmühle Elstertrebnitz

Die bunte Vielfalt historischen Handwerks soll am Pfingstmontag von 10 bis 17 Uhr an der Eisenmühle Oderwitz in Elstertrebnitz widergespiegelt werden. Das Konzept vom Vorjahr, als hier der zentrale Auftakt des Deutsche Mühlentages stattfand, wurde noch etwas verfeinert, kündigen die Gastgeber Sabine und Jost Mucheyer an. Es werde an die früheren Zeiten der Eisenpulvermühle (1915 in Betrieb gegangen) und ihres Vorgängers Bauernmühle erinnert.

Mit dem Torgauer Arno Carius kommt ein wirklicher Schuh-„Macher“ auf den Hof. Dietmar Schäfer vom Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch bringt ein historische Handdruckmaschine mit, an der die Besucher die Eisenmühlen-Postkarte drucken können, die er nach einem alten Foto entworfen und gezeichnet hat. Wieder dabei sind Siegfried und Christian Gallas aus Braunsbedra mit „Münzprägung – Design & Gravur“. „Die mit dem Hammer haben schon unsere Eröffnungsmünze geprägt“, sagt Sabine Mucheyer.

Nachbarin Doreen Naumann ist mit ihrem „Keramik-Zauber“ vor Ort. Die Glaserei Kling aus Zwenkau, die Bleiverglasungen vorstellt, hat sich um praktisch jedes Fenster der Eisenmühle gekümmert. Christa und Rolf Zimmermann aus Droyßig sammeln historische Haushaltgeräte, diesmal stehen Waffeleisen im Mittelpunkt. Die Elstertrebnitzerin Erika Lorenz zeigt ihre Handfertigkeit bei Occi und Sticken. Und bei Ines Seydel-Adam und Maik Adam von „Froschkönig – die Marmeladenmanufaktur“ (Elstertrebnitz/Profen) sind Schleckermäulchen richtig. Zudem gibt es Holzbackofen-Mühlenbrot und andere Leckereien.

Aber auch Imker, Drehorgelbauer und Schnapsbrenner, Barbier, Kaffeerösterei und Schmiede sind zu erleben. Das jugendliche Team des Skateparks Pegau betreut den Besucher-Parkplatz. Der kleine Unkostenbeitrag dort kommt dem ehrenamtliche Engagement der Kinder und Jugendliche zu Gute.

Von Olaf Krenz und Julia Tonne

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