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Region Borna Borna braucht noch ein Hotel
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00:28 12.04.2018
Regina Heinze, Leiterin der Geschäftsstelle des Tourismusvereins „Borna und Kohrener Land“. Quelle: Christian Neffe
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Borna

Touristisch ist Borna noch ein kleines Pflänzchen. Das weiß Regina Heinze, die Geschäftsstellenleiterin des Tourismusvereins „Borna und Kohrener Land“ am Bornaer Markt, nur zu gut. Dennoch gibt es beachtliche Entwicklungen.

Heinze: Borna kann weitere Beherbergungsmöglichkeit vertragen

So ist am zweiten Mai-Wochenende in Borna kein Bett mehr zu haben. Dann kommt der Sächsische Heimatschutz, die landesweite Dachorganisation sächsischer Heimatvereine, zu seiner Jahrestagung nach Borna.

Weil es mit den Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt knapp wurde, „mussten wir nach Frohburg ausweichen“, sagt der Fachfrau für Tourismus in der Alten Wache. Und sie macht klar, dass Borna durchaus noch eine weitere Beherbergungsmöglichkeit vertragen könnte.

Sana-Geschäftsführer kann sich weiteres Hotel vorstellen

Damit schlägt Regina Heinze in die gleiche Kerbe wie der Geschäftsführer der Sana-Kliniken Leipziger Land, Martin Jonas. Der hatte kürzlich mit Blick auf Borna als potenzielle Ausrichterstadt von Fachtagungen und Kongressen beim Kamingespräch des Fördervereins zum Aufbau des Dokumentationszentrums Industriekulturlandschaft Mitteldeutschland (DokMitt) erklärt, dass er sich ein weiteres Hotel in der Stadt gut vorstellen könnte.

Zumindest die Zahlen, so Regina Heinze weiter, sprechen für die Sinnhaftigkeit von Jonas’ Vorstoß. Zwar seien 70 Prozent aller Besucher von auswärts Tagesgäste, für die restlichen 30 Prozent aber fehle es bisweilen an Unterkünften.

Borna profitiert von Veranstaltungen in Leipzig

Dabei sei die Nachfrage insbesondere zu bestimmten Anlässen durchaus da. Dass Borna dabei wie auch das gesamte Umland von Großveranstaltungen in Leipzig profitiert, liegt auf der Hand. Wenn dort die Buchmesse stattfindet oder zu Pfingsten an die 20 000 Besucher zum Wave-Gotik-Treffen kommen, schlage das auch auf Borna durch.

Oder das Lutherjahr. Dass Borna wie Wittenberg oder Torgau am sächsischen Lutherweg liegt, haben die Mitarbeiter des Tourismusvereins am Bornaer Markt zu spüren bekommen. Dort fanden sich 2017 immer wieder Pilger ein, die sich ihre Anwesenheit in Borna in einem speziellen Heft im Wortsinne abstempeln lassen wollten.

Interesse an der Stadt ist da

Auch wenn sich Borna in Sachen Tourismus mit Grimma nicht vergleichen lässt: Interesse an der Stadt gibt es. Neben Besuchern von Familienfeiern und Teilnehmern an Klassentreffen kommen auch Vereine – Reisegruppen, die an Stadtführungen zum Thema „Drei Kirchen“ ebenso interessiert sind, wie an der Stadtgeschichte und wofür es mit Fremdenführern wie Sabine Raabe oder Thomas Claus, der dann immer wieder in seine Rolle als Lutherfreund Michael von der Straßen schlüpft, ausgewiesene Fachleute gibt.

Auslastung höher als im sächsischen Durchschnitt

Das Interesse an der Stadt schlägt sich durchaus in den Auslastungszahlen der Beherbergungsbetriebe nieder. Liegt die Auslastung im sächsischen Durchschnitt bei 30 Prozent, sind es im Raum Borna, der sich so gesehen bis Frohburg oder Kohren-Sahlis und auch ins Thüringische bis zum Campingplatz in Pahna erstreckt, um zehn Prozent höher.

Wenn es um eine zusätzliche Unterkunftsmöglichkeit für Borna-Besucher geht, müssten Nischen gesucht werden, sagt Regina Heinze. Was konkret heißt, dass die Stadt keineswegs eine Art Hilton-Hotel gebrauchen könnte. Wohl aber Unterkünfte, in denen sich im Zweifel auch ein Pilger auf dem Lutherweg wohl fühlt.

Von Nikos Natsidis

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