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Borna Borna hofft auf Förderung aus Sozialfonds – Geld für „Grenzenlos“ in Gnandorf
Region Borna Borna hofft auf Förderung aus Sozialfonds – Geld für „Grenzenlos“ in Gnandorf
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00:20 13.08.2017
Gnandorf gehört zu dem Gebiet in Borna, in dem Projekte mit Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt werden. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Es handelt sich um „Unternehmerträume“, oder es stehen „Familien(im)Zentrum“ – Namen von Projekten, die bis zum Jahr 2020 in Borna umgesetzt werden könnten. Unter der Überschrift „Chancen für Borna“ geht es dabei um ein Programm für die nachhaltig soziale Stadtentwicklung, die mit Geldern aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt werden sollen. Allerdings ist bereits jetzt klar, dass die Mittel nicht für alle Antragsteller fließen.

Die Summe ist beachtlich: Maximal 785 000 Euro könnten nach Borna gehen und Antragstellern wie dem Gewerbeverein, dem Naturschutzbund (Nabu) Sachsen oder auch dem Kinder- und Jugendring zugute kommen.

Voraussetzung dafür: Die Projekte müssen innerhalb eines bestimmten Stadtgebietes umgesetzt werden – konkret in der Innenstadt oder in Gnandorf. Ein Kriterium, an dem etwa der Volkssportverein (VSV) 77 gescheitert ist. „Wir sind abgelehnt worden“, sagt VSV-Chef Uwe Bergbauer. Der Verein, Organisator des traditionellen alljährlichen Zwiebellaufs, hatte sich mit seinem Projekt „Kinder in Bewegung“ um 27 000 Euro beworben. Dass die Fördergelder am Ende nicht bewilligt wurden, hängt damit zusammen, dass die potenziellen Teilnehmer eben nicht nur aus dem eng gefassten Fördergebiet kommen. Der VSV-Vorsitzende nimmt es sportlich: „Wir sind auch so breit aufgestellt.“

Mehr Glück hat das Flexible Jugendmanagement, das zum Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig gehört. Für das Projekt „Borderless“, zu deutsch „Grenzenlos“, gibt es ein Budget von 93 000 Euro. Dahinter verbirgt sich nach Angaben von Cornelia Klinger vom Jugendmanagement die Idee, „Einheimische und Geflüchtete zusammenzubringen“. Es handle sich um ein niedrigschwelliges Angebot konkret im Gnandorf, wo etwa ein Stadtteilfest geplant ist, bei dem sich Anwohner und Asylbewerber begegnen können. „Es geht um die Frage, welche Gemeinsamkeiten es gibt“, so Klingner weiter. Mit entsprechenden Vorstößen ist der Kinder- und Jugendring bereits in Grundschulen gegangen. Vorgesehen sind auch Workshops für Schüler ab der fünften Klasse sowie auch ein Camp.

Die Projekte im Rahmen des Programms „Chancen für Borna“, das auf der letzten Stadtratssitzung vorgestellt wurde, sollen innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden. „Es sind alles Einzelprojekte“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Von der Gesamtsumme, die der ESF bereitstellt, wurde bisher erst die Hälfte beantragt.

Den Europäischen Sozialfonds gibt es bereits seit 1958. Er gilt als wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument der Europäischen Union, um entsprechende Projekte zu fördern, die vor Ort Wirkung entfalten.

www.esf.de

Von Nikos Natsidis

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