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Region Borna Borna investiert in neue Stadtvilla – Run auf moderne Wohnungen
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00:19 24.07.2017
Traditioneller Akt beim Richtfest: Zimmermeister Chris Ebers (l.) lässt das Sektglas fallen. BWS-Chef Jan Czinkewitz lobt das erfolgreiche Projekt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Zimmermeister Chris Ebers ist routiniert, er hat schon viele Richtfeste zelebriert. Am Freitag kletterte er mit Jan Czinkewitz, Geschäftsführer der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft mbH (BWS), aufs Gerüst der neuen Stadtvilla in der Theodor-Storm-Straße. Zwei Gläser mit kühlem Sekt balancierten die beiden Männer aufs Dach. Der BWS-Chef lobte in seiner kleinen Ansprache dieses „sehr wichtige und schöne Projekt“ in den höchsten Tönen. Handwerksmeister Ebers deklamierte seinen Richtspruch und ließ das Glas am fertigen Rohbau zerschellen. Dieser alte Brauch ist bis heute bei großen Bauvorhaben eine schöne Tradition, sagte der 35-jährige Handwerksmeister von der Firma Holzbau Leipziger Land. Auch der gemeinsame Schmaus: Saft, Sekt und Häppchen gab es anschließend im Erdgeschoss der halb fertigen Villa.

Der Bau läuft „reibungslos und absolut super“, liegt im Zeitplan, freute sich Czinkewitz. Ende des Jahres soll das 1,2 Millionen Euro teure Haus fertig und spätestens per 1. Februar 2018 bezogen sein. Die Arbeiten an den Außenanlagen könnten sich jedoch etwas länger hinziehen.

Es entstehen fünf hochwertig ausgestattete Wohnungen. Sie sind zwischen 97 und 165 Quadratmeter groß, haben Balkon, Dachterrasse oder einen kleinen Garten. Die Mietkosten liegen zwischen 800 und knapp 1200 Euro. Das Haus ist barrierefrei, hat einen Aufzug. Als Schmeckerchen haben drei Wohnungen einen Gas-Kamin. Neben den Gärten für die Erdgeschoss-Mieter gibt es auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück eine zusätzliche Freifläche für alle Bewohner.

All das gefällt vielen Leuten gut. „Wir haben derzeit 30 Mietinteressenten und nahezu jeden Tag Anfragen“, so der Geschäftsführer. Das sei die BWS mit ihren 2500 Wohnungen gar nicht gewohnt. Nur für die Stadtvilla und das beliebte Hochhaus gebe es Wartelisten, ansonsten habe das Unternehmen immer noch mit Leerstand zu kämpfen. In den vergangenen Jahren sei es zwar gelungen, das Problem anzugehen, „aber wir haben da noch einen weiten Weg vor uns“.

Das Interesse für die Stadtvilla spreche dafür, dass seine Firma mit dem Projekt richtig liegt. In den nächsten zwei Monaten sollen die Vorverträge mit den künftigen Mietern unterzeichnet werden.

Wer dabei nicht den Zuschlag erhält, kann vielleicht auf dem Nachbargrundstück einziehen. Wenn alles nach Plan läuft, bekommt die Stadtvilla nämlich rechts und links zwei Nachfolgerbauten. Einen davon hat die BWS jetzt verkauft. „Dort wird eine zweite Stadtvilla entstehen“, sagte Czinkewitz. Für das zweite Nachbargrundstück würden die Verkaufsgespräche laufen.

Das Areal an der Theodor-Storm-Straße begann die BWS ab 2015 zu entwickeln. Im Jahr darauf erfolgte die Erschließung und Vermarktung. Neben den Stadtvillen werden 13 Eigenheime entstehen. Zwölf Grundstücke davon sind bereits verkauft, zwei Häuser im Rohbau stehen schon.

Von Claudia Carell

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