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Borna investiert rund 270 000 Euro in energetische Sanierung der Kita Grashüpfer

Dämmung und Brandschutz Borna investiert rund 270 000 Euro in energetische Sanierung der Kita Grashüpfer

Dieser Tage bekommt die Kita Grashüpfer in Borna Nord für das bereits im vergangenen Jahr gebaute Dach eine Dämmung. Die lag bisher auf Eis und wird erst jetzt realisiert. Der Abschluss der energetischen Sanierung schlägt mit rund 270 000 Euro zu Buche. Die Erneuerung der Technik und Heizungen hingegen steht noch nicht zur Debatte.

Das Dach der Grashüpfer wurde im vergangenen Jahr neu gemacht, dieser Tage folgt noch die Dämmung.

Quelle: Andreas Döring

Borna. Bei den Grashüpfern in der gleichnamigen Bornaer Kita am Hochhaus dürfte es dieser Tage ordentlich warm unter dem Dach sein. Zwar war im vergangenen Jahr in einem ersten Bauabschnitt bereits das Dach komplett erneuert worden, doch die entsprechende Dämmung blieb bisher aus. Das ändert sich nun, der kürzlich begonnene Bauabschnitt der energetischen Sanierung des Gebäudes sieht unter anderem die Dämmung der oberen Geschossdecke vor und schlägt insgesamt mit rund 270 000 Euro zu Buche.

„Auf rund 380 Quadratmetern wird die bestehende Massivbetondecke mit einer modernen Mineralwollschicht und einer Dampfsperre aus PE-Folie isoliert. Danach erfolgt ein Aufbau mit Spanplatten, um die Decke begehbar zu machen“, erklärt Hans-Robert Scheibe, Sprecher der Stadt Borna. Anschließend müssten in einer letzten Phase noch umfangreiche Brandschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Der Einbau von Brandschutztüren erfolge ebenso wie die Kennzeichnung der Fluchtwege, „außerdem statten wir das Gebäude mit optischen Rauchwarnmeldern aus“, so Scheibe weiter. Damit die Zugänglichkeit zum Gebäude auch im Ernstfall gesichert sei, entstehe ein neues Feuerwehrschlüsseldepot.

Abschließend erfolgen umfangreiche Putz- und Malerarbeiten, die sich über alle Etagen und Räume der Kita hinweg erstrecken – während des laufenden Betriebs. Das stellt zwar Kita-Leiterin Ilka Ringleb vor die Herausforderung, gemeinsam mit dem Bauamt jeden Schritt zeitlich einzutakten, doch für sie zählt, „dass es jetzt endlich losgeht“. Die energetische Sanierung sei zwingend erforderlich, damit die Sonne und zugleich die Wärme draußen bleibe. Gerade dieser Tage mache sich die Hitze wieder deutlich bemerkbar.

„Nach Abschluss dieser Maßnahmen ist die nächste Bornaer Kindereinrichtung komplett saniert. Damit haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung unserer familienfreundlichen Stadt getan“, erklärt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Die Gesamtkosten für den Abschluss der energetischen Sanierung der Kindereinrichtung Grashüpfer beliefen sich auf rund 270 000 Euro. Die Stadt selbst hat Eigenmittel in Höhe von etwa 68 000 Euro in den diesjährigen Haushalt eingestellt, der größere Teil der Kosten seien dabei Fördermittel aus dem Topf „Brücken in die Zukunft“.

In den nächsten Tagen bereits sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, allerdings hätte sich Ringleb noch weitergehende Maßnahmen für die Einrichtung gewünscht. Dringend notwendig wäre nach ihrer Aussage die komplette Erneuerung von Heizung, Elektrotechnik und Fußböden, „das alles stammt noch aus dem Jahr 1965, als die Kita gebaut wurde“, sagt die Kita-Leiterin.

Die Grashüpfer sind derzeit aber nicht die einzigen, die den Handwerkern täglich über die Schulter gucken können. Auch in der Kita Sputnik geht es zuweilen zu wie im Taubenschlag. Für circa 50 000 Euro (davon sind etwa 37 000 Euro Fördermittel) wird die 1910 errichtete Stadtvilla trockengelegt. Erforderlich ist die Maßnahme aus zwei Gründen. Zum einen ist die eindringende Feuchtigkeit dem Alter des Hauses geschuldet, zum anderen den steigenden Grundwasserständen. Erste Schäden seien laut Luedtke bereits erkennbar, weshalb nicht nur das Kellergeschoss trockengelegt werde, sondern zusätzlich der Einbau einer Drainage erfolge.

Von Julia Tonne

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