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Borna Borna mit schlechter Energiebilanz
Region Borna Borna mit schlechter Energiebilanz
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15:31 19.05.2015

Zuvor hatte es Diskussionen darum gegeben, warum die Stadt beim European Energy Award (EAA) schlecht abgeschnitten hatte.

Beim EEA handelt es sich um ein System, mit dem Kommunen unterstützt werden, Reserven bei der Nutzung von Energie, etwa in eigenen Gebäuden, zu entdecken. Es soll ein Ansporn sein, Energiesparpotenziale zu heben, heißt es aus dem Dresdner Umweltministerium. Für den Einsatz zertifizierter Energieberater vor Ort gibt es Fördergelder. Außerdem erhalten Kommunen einen zehnprozentigen Förderbonus, wenn sie in Energie-Einsparung investieren. Am EAA nehmen aktuell vier Landkreise sowie 44 Kommunen im Freistaat teil. Dazu gehört auch Borna, wo etwa die energetische Sanierung der Grundschule West beim EEA positiv zu werten wäre, wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) gestern auf LVZ-Anfrage erklärte.

Allerdings hat die Stadt Borna die Vorgaben für die Auszeichnung mit dem EEA in diesem Jahr verfehlt, wie Bürgermeister Frank Stengel auf Anfrage von SPD-Fraktionsvize Oliver Urban erläuterte. Sozusagen mitten im Rennen, also in diesem Jahr, seien die Bewertungskriterien geändert worden, so dass Borna nicht mit einer Würdigung im Rahmen des EEA rechnen könne, sagte Stengel. "Wir waren aber auf einem guten Weg."

Warum das so gekommen ist, wurde auf der Stadtratssitzung allerdings nicht klar. Im Gegenteil. Durch die Umrüstung von Leuchtmitteln, vulgo (Straßen-)Laternen seien die Kosten um 17 500 Euro gestiegen, sagte Peter Finke (Linken-Fraktion). Er war derjenige, der einen Beschlussantrag seiner Fraktion begründete, demzufolge Oberbürgermeisterin Luedtke beauftragt werde soll, eine Arbeitsgruppe "Energie und Klima" einzuberufen, die untersuchen soll, wie die Stadt "ihr Potenzial durch die Nutzung eigener Reserven und erneuerbarer Energien identifizieren und umsetzen kann".

Ein Ziel, dem sich niemand im Stadtrat verschließen würde, sagte CDU-Fraktionschef Roland Wübbeke. Er legte zugleich den Finger in die Wunde, als er forderte, zunächst herauszubekommen, warum die Verwaltung in Sachen EEA "vollkommen versagt hat". Und weiter: "Wir müssen erst feststellen, "was schiefgegangen ist". Wübbeke beantragte deshalb, das Thema in den Hauptausschuss zu verweisen und zu einem späteren Zeitpunkt darüber zu diskutieren. Dem stimmte der Stadtrat gegen die Stimmen der Linken (Ausnahme Günther Kolbusa) am Ende zu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.10.2013
Nikos Natsidis

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