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Borna muss den Stresstest auch 2012 bestehen

Borna muss den Stresstest auch 2012 bestehen

Die Stadt Borna hat 2011 den Stresstest bestanden. Das muss auch in diesem Jahr passieren, sagte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) am Sonnabend beim Neujahrsempfang der Stadt in der neuen Mensa des Teichgymnasiums.

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Beim Neujahrsempfang der Stadt Borna am Sonnabend in der Mensa des Gymnasiums Am Breiten Teich gab es von den Besuchern viel Beifall für die Rede von Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke).

Quelle: Günther Hunger

Borna. 2012 gehe es vor allem um die Beendigung der Arbeiten an den städtischen Großbaustellen. Für die Umrahmung der Veranstaltung sorgten die Schülerband und der Lehrerchor der Schule.

Wer durch die Stadt gehe, könne die positiven Veränderungen sehen, so Luedtke. Wenn er dabei in der Innenstadt beginne, sehe er die neugestaltete Giebelwand im BWS-Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße/Mühlgasse, in dem sich die Tucholsky-Buchhandlung befindet.Über die neuen Wege entlang der Wyhra komme der Spaziergänger in den Schillerpark und die demnächst abzureißende Reithalle an den Breiten Teich die Löscheranlage, die nach historischem Vorbild umgestaltet werden. Vorbei am Teichgymnasium nebst Neubau dem Mensa erreiche der Stadtbesucher schließlich die Kippe in Borna-Nord und die neue Dreifelderhalle, die am Freitag eröffnet wird. Zugleich sehe er, wie die neue Grundschule Nord wachse, und wenn der fiktive Luedtkesche Spaziergänger dann weiterkommt, sieht er die sanierten Kindertagesstätten, Sonnenschein, Marienkäfer und Neues Leben, bevor er an der zum Großteil sanierten Westschule und der umgebauten Schwimmhalle ankomme.

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Es gehe auch darum, die Betriebskosten, ein nennenswerter Posten im städtischen Haushalt, zu drücken. Deshalb seien Gebäude wie das Sportobjekt in der Witznitzer Straße oder die Sporthalle der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Davon verspreche sie sich eine Kostensenkung, die sich nachhaltig auf den Haushalt auswirke – und zwar in sechsstelliger Höhe.

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Damit, so die Oberbürgermeisterin vor mehr als 100 Gästen aus dem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt, könne sie Vollzug melden. Zu Beginn ihrer Amtszeit im August 2008 habe sie angekündigt, in den nächsten drei Jahren 40 Millionen Euro zu investieren, und nunmehr seien es etwas mehr als 40 Millionen geworden. Dabei gehe nicht immer alles glatt bei Großprojekte, womit die Rathauschefin offenkundig die Dreifeldferhalle im Block hatte, die künftig den Namen Glück-auf-Sporthalle trägt. Daran seien entweder die Bauunternehmen oder auch die Auftraggeber Schuld. Da müsse es dann eine Einigung geben, „und wenn das nicht gelingt, ist es Zeit, die Reißleine zu ziehen". Die Mehrkosten beim Bau der Dreifelderhalle seien ärgerlich, und jetzt stehe die gerichtliche Auseinandersetzung bevor.

Es gehe auch darum, die Betriebskosten, ein nennenswerter Posten im städtischen Haushalt, zu drücken. Deshalb seien Gebäude wie das Sportobjekt in der Witznitzer Straße oder die Sporthalle der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Davon verspreche sie sich eine Kostensenkung, die sich nachhaltig auf den Haushalt auswirke – und zwar in sechsstelliger Höhe.

Luedtke lobte das Engagement von Bürgern und Vereinen, deren Spektrum von Sportvereinen über Schützenvereine bis hin zum Männerchor Eula reiche. Das gelte auch für die Feuerwehr, wobei die Oberbürgermeisterin den Wyhraer Brandschützer Andreas Krötzsch besonders heraushob. Er hatte maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten anlässlich der Ersterwähnung des Bornaer Ortsteils vor 725 Jahren im letzten Jahr.

Umso schmerzlicher sei das, was sich in den letzten Monaten beim Bornaer Sportverein (BSV) ereignet habe. Immerhin, sagte die Oberbürgermeisterin unter Verweis auf die Wahl einer neuen Vereinsführung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des BSV am Dienstag (die LVZ berichtete), „haben sich Enthusiasten zusammengefunden zum das Unmögliche möglich zu machen".Und sie stellte klar, „dass es für mich keinen Verein erster oder zweiter Klasse gibt". Jeder Verein habe die Unterstützung der Stadt verdient. „Forderungen zulasten eines anderen Vereins sind mit mir nicht verhandelbar."

In diesem Jahr ist nach Angaben der Oberbürgermeisterin die Stabilisierung des städtischen Haushalts die Fortführung der Großprojekte wichtig. Außerdem sollen in Borna die Bedingungen geschaffen werden, damit die Stadt die Vorgabe des Gesetzgebers, jedem Kind im Alter zwischen einem und drei Jahren einen Krippenplatz zu geben, erfüllen kann. Derzeit fehlen in Borna noch 60 Krippenplätze.

Nikos Natsidis

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