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Borna Borna plant in Lücke am Markt einen Neubau für Verwaltung mit Café
Region Borna Borna plant in Lücke am Markt einen Neubau für Verwaltung mit Café
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00:21 11.09.2017
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Borna

Ein Kino wird sicher nicht wieder einziehen. Womöglich aber ein Café, das durchaus gut in die Innenstadt passen könnte. Es wäre Bestandteil eines neuen Gebäudes auf dem Areal des ehemaligen Blauen Hecht an der Ecke Bahnhofstraße/Wassergasse, in dem auch Teile der Stadtverwaltung unterkommen sollen. Das sehen Pläne für eins der letzten innerstädtischen Filetstücke vor, an denen im Rathaus gearbeitet wird.

Für Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) ließen sich mit der Realisierung des Projekts mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. „Wir wollen die Innenstadt aufwerten“ - eben mit einem klassischen Café. Würden zudem die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die seit Jahrzehnten in der einstigen Kindereinrichtung An der Wyhra untergebracht sind, in das neue Gebäude ziehen, wären sie näher am Rathaus, was, Stichwort kurzer Dienstweg, nach Überzeugung von Luedtke schon an sich von Vorteil wäre. Ganz abgesehen davon, dass sich der bauliche Zustand des Verwaltungsgebäudes im vormaligen Paschke-Viertel ohnehin nicht mehr schönreden lässt. „Der Anbau ist nass, der Keller feucht“, und der Sanierungsaufwand entsprechend groß.

Die Stadt will deshalb für das prominente Areal in Rathausnähe einen Architektenwettbewerb initiieren. Zum einen, weil es nicht um einen beliebigen Neubau geht. Das Gebäude soll auch mit der Umgebung harmonieren, so dass das Wandbild des Bornaer Malers Jens Rockrohr weiterhin gut sichtbar ist. Aber das, so die Oberbürgermeisterin, lasse sich durch die Verwendung von Glas und den Einsatz von Licht möglich machen.

Auf der heutigen Grünfläche befand sich seit dem späten 15. Jahrhundert ein Gasthof. Der Hechtwirt ließ um 1850 einen großen Gesellschaftssaal errichten, der 1910 zum Lichtspiel-Central-Theater wurde. Mitte der 60-er Jahre wurde der Saal zum Probenraum und Sitz des damaligen Staatlichen Orchesters Leipzig, Sitz Borna, dem heutigen Leipziger Symphonieorchester. Große Teile des Gebäudes wurden 1994 abgerissen.

Um die Fläche anderweitig zu nutzen, sei sie aber zu klein, sagt die Rathauschefin mit Blick auf Vorstellungen, dort ein Kulturhaus zu errichten. Neben dem Architektenwettbewerb müsse jetzt geprüft werden, inwieweit es für den geplanten Bau Fördermittel gibt. Für ein Projekt, dessen Umsetzung auch deshalb Zweit brauchen dürfte, weil es im aktuellen Doppelhaushalt 2017/18 ohnehin nicht vorgesehen ist. Realistischerweise sei mit einer Umsetzung erst 2020 zu rechnen, sagt Luedtke.

Bleibt die Frage, was in der Perspektive aus dem Areal des heutigen städtischen Verwaltungsgebäudes An der Wyhra werden soll. Antwort der Oberbürgermeisterin: „Das könnte ein schöner Eigenheimstandort werden.“

Von Nikos Natsidis

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