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14:17 19.05.2015
Das Ehepaar Grützke, gespielt von Carolin Fischer und Ralf Bärwolff, begeistert das Bornaer Publikum mit Witz und Charme. Quelle: Nicole RathgeScholz

Und das, was da auf der Bühne mit Witz, Charme und Satire gezeigt wird, ist spektakulär - und führt nach Borna.

Ehepaar Grützke aus Leipzig will nach Borneo. Doch leider ist Astrid Grützke beim Onlinebuchen wohl ein Fehler unterlaufen, denn anstatt ins indonesische Borneo geht es zwei Wochen lang ins beschauliche, noch nicht mal 30 Kilometer entfernte Borna - und das für 1499 Euro inklusive Halbpension und Transfer. Da die Urlaubsvorbereitungen bereits abgeschlossen sind, kehrt das Paar nicht mehr um. Astrid Grützke hat sich schließlich wochenlang vor Kollegen und Nachbarn zur furchtlosen Entdeckungsreisenden stilisiert. Und dann erleben die beiden doch unvergessene Tage im Dschungel und an den Stränden von - Borna. Am Klavier begleitet werden die beiden Kabarettisten Carolin Fischer und Ralf Bärwolff von Enrico Wirth, der während der Kulissenwechsel auf der Bühne für die musikalische Unterhaltung sorgt.

"Wir sind gespannt, was uns heute Abend erwartet. Auf alle Fälle sind wir hier, um zu lachen und Spaß zu haben", erzählt Martina Wald aus der Kreisstadt, die mit Freunden den Abend genießen möchte. "Ich hoffe natürlich, dass sie ihre Darbietung kritisch und doch witzig verpackt haben, denn schließlich ist das Leben ernst genug."

Das Gastspiel der Academixer in Borna ist etwas Exklusives, da das Stück eigentlich nur während des Sommertheaters in Leipzig gespielt wird. "Kabarett ist schwieriger als Comedy, da beim Kabarett mehr Inhalt transportiert wird. Doch durch die heutigen Seh- und Hörgewohnheiten sind natürlich Comedy-Elemente im Kabarett auch vorhanden", erzählt Carolin Fischer, die Astrid Grützke verkörpert. "Natürlich kommt es vor, dass auch wir mal Texthänger haben", sagt Ralf Bärwolff, der den Ehemann von Astrid Grützke spielt. "Aber das ist nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, es sind tolle Momente, weil sie den Zuschauern zeigen, dass wir auch nur Menschen sind und aus der Routine rauskommen. Zumeist lachen wir dann selber darüber." Mit einem Schmunzeln fügt Bärwolff hinzu, dass natürlich dem Regisseur so etwas nicht unbedingt gefällt.

Beide Academixer sind gespannt, wie den Bornesen, wie die Einwohner im Stück betitelt werden, die Aufführung gefallen wird. "Es ist eigentlich eine Provinzposse, in der unsäglich viele Bilder gespielt werden, die mit der Realität nur wenig zu tun haben", erklärt Fischer. Doch Regisseur Mathias Tretter hat in das Stück viele Bornaische Eigenheiten einfließen lassen. Zum Beispiel den Blick aufs Speicherbecken, die hochgeklappten Bürgersteige oder auch Borna als Wellnesstempel mit Braunkohlemassage, die mit zwei Rekordbriketts angeboten wird.

"Es ist natürlich überspitzt dargestellt, aber darum geht es ja im Kabarett. Bei manchen Szenen fühlt man sich schon als Kleinstädter ertappt, aber das ist eben das Witzige. Vor allem die Szene mit der Deutschen Bahn hat mir gut gefallen", erzählt die lebensfrohe SPD-Stadträtin Manuela Krause, die, wie sie passend zum Abend sagt, am Teich bei den Kröten wohnt. Auch Falk Opelt, der Chef des Bornaer Volksplatzvereins, ist vom unterhaltsamen Abend angetan. "Das Borna im Programm hatte dem realen Borna eines voraus: Keine weibliche Bürgermeisterin mehr", meint er schmunzelnd.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.03.2014
Nicole Rathge-Scholz

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