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Borna Borna stellt Weichen für neue Eigenheimstandorte
Region Borna Borna stellt Weichen für neue Eigenheimstandorte
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07:00 11.10.2017
Sanierte Wohnblöcke in Gnandorf: Im Bornaer Süden könnten auch neue Eigenheime gebaut werden. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

In Gnandorf sollen etwa 15 neue Eigenheime entstehen. Dafür hat der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung im September die Weichen gestellt, als er grünes Licht für den Bebauungsplan-Entwurf „Wohngebiet Gnandorf“ gab. Damit werde das Angebot an Bauflächen vergrößert, erklärte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (die Linke) gegenüber der LVZ.

Baulandreserven nur eingeschränkt verfügbar

Die entsprechende Nachfrage sei jedenfalls vorhanden. „Wir haben sogar Interessenten aus dem Westen“, so Luedtke. Deshalb werde mit dem Bebauungsplan für Gnandorf nur ein erster Schritt getan. Auf dem reichlich zwei Hektar großen Areal befanden sich einst eine Grundschule sowie Sechsgeschosser. Die wurden im letzten Jahrzehnt abgerissen, so dass nur noch die einstige Kaufhalle vorhanden ist. Dafür, so Luedtke, habe sich mittlerweile ein neuer Eigentümer gefunden, der das Gebäude sanieren und für eigene Zwecke gewerblich nutzen will.

Das Interesse an neuen Wohnstandorten in Borna geht auch aus der 6. Regionalisierten Bevölkerungsprognose des Freistaats Sachsen hervor, in der für Borna bis zum Jahr 2030 ein Bevölkerungsrückgang von einem Prozent pro Jahr vorhergesagt wird. Allerdings lasse das Wachstum der Großstadt Leipzig auch erwarten, dass die Bevölkerungszahl in Borna dennoch ansteigen werde. Den Prognosen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zufolge werde für die neuen Bundesländer ein jährlicher Neubaubedarf von zehn bis zwölf Wohneinheiten je 10 000 Einwohner prognostiziert, heißt es weiter in der Begründung des Beschlussantrages für den Gnandorfer Bebauungsplan. Mit jährlich 14 Wohneinheiten liege Borna aber aktuell darunter.

Problematisch sei allerdings, dass es in Borna nur noch eingeschränkt verfügbare Baulandreserven gebe. Würden alle vorhandenen Grundstücke addiert, gäbe es etwa 110 Bauplätze. Von denen seien aber nicht einmal 20 sofort verfügbar, heißt es weiter in dem Papier aus der Stadtverwaltung.

In Kesselshain könnten 70 weitere Eigenheime entstehen

Das Gros der potenziellen Eigenheimstandorte befindet sich in Kesselshain. Die dortige Siedlung war um die Jahrtausendwende erweitert worden. Dort gebe es Platz für etwa 70 weitere Grundstücke, die allerdings noch nicht erschlossen sind. Außerdem müsse dazu der Bebauungsplan geändert werden.

Immerhin, so Luedtke, könnte Kesselshain zu einem attraktiven Standort werden, nicht zuletzt auch deshalb, weil dort der Linienbus durchfahren könnte, sofern die Voraussetzungen dafür geschaffen würden. „Derzeit wäre es dafür zu eng“, erklärt die Stadtchefin.

Von Nikos Natsidis

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