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Borna Borna und Böhlen zeigen Flagge: Gegen Atomwaffen und für Toleranz
Region Borna Borna und Böhlen zeigen Flagge: Gegen Atomwaffen und für Toleranz
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00:19 12.07.2017
Borna gehört zu rund 240 Städten deutschlandweit, in denen dieser Tage die Flagge für den Frieden gehisst wird. Quelle: Julia Tonne
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Borna/Böhlen

Borna zeigt Flagge: Am Freitagnachmittag hisste Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) die Fahne der internationalen Organisation „Majors for peace“ (übersetzt: Bürgermeister für den Frieden). Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) beteiligte sich an der Aktion, indem es zum einen die Ehe für alle feierte und sich zum anderen ebenfalls für eine friedvolle Welt aussprach.

Auch in Böhlen ist die Majors for Peace-Flagge seit Freitag zu sehen. Mit dem Hissen der Fahne appelliert Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) gemeinsam mit 240 anderen Städten in Deutschland an die Staaten der Weltgemeinschaft, die Beseitigung der Nuklearwaffen voranzutreiben und sich für eine Welt ohne Kriege einzusetzen. „Sich gegen Krieg und Atomwaffen auszusprechen, ist dringender denn je“, machte Luedtke deutlich. „Man muss sich nur einmal auf der Welt umsehen, in wie vielen Ländern es Konflikte gibt.“

Dieses Jahr sind die Aktionen zum Flaggentag bereits am 7. Juli gestartet. Denn an diesem Tag gingen in New York die Verhandlungen von rund 130 Nichtnuklearstaaten über ein Atomwaffenverbot zu Ende. Ein Verbotsvertrag würde Nuklearwaffen ächten und wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt. Die Atomwaffenstaaten blieben diesen Verhandlungen fern, ebenso Deutschland als NATO-Mitglied. „Die Mayors for Peace appellieren daher an die Bundesregierung, zukünftig alle Bemühungen zur atomaren Abrüstung ernsthaft und konstruktiv zu begleiten“, betonte Berndt. Gegründet wurde die Organisation 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki. Böhlen gehört seit 2004 dazu, Borna seit 2010.

In den nächsten Tagen soll in Borna noch die Regenbogenfahne gehisst werden. Sie steht für Aufbruch, Veränderung und Frieden, und sie gilt zudem als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz. „Es wurde Zeit, dass nun endlich die Ehe für alle möglich wird“, sagte Carlo Hohnstedter vom KiJuPa. Enrico Stange, Mitglied der Links-Fraktion im sächsischen Landtag, ergänzte: „Liebe kann nur in einer friedlichen Welt gelebt werden.“ Egal, ob zwischen Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann.

Von Julia Tonne

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