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Region Borna Borna und Geithain wechseln die Agentur
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18:49 20.12.2012
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Oschatz/Borna

Die Behörde mit Hauptsitz in Oschatz ist künftig nach Bautzen die zweitgrößte Arbeitsagentur in Sachsen und wird für die Landkreise Leipzig und Nordsachsen zuständig sein. Dazu zählen die Geschäftsstellen in Oschatz, Borna, Geithain, Wurzen, Grimma, Torgau, Eilenburg und Delitzsch. Die LVZ sprach mit Agenturleiterin Marlies Hoffmann-Ulrich, ab neuem Jahr auch die Agenturchefin im Leipziger Land.

Frage: Wie sieht die neue Struktur der Arbeitsagentur Oschatz ab dem 1. Januar 2013 aus?

Marlies Hoffmann-Ulrich: Übersichtlicher und kompakter. Der Agenturbezirk Oschatz umfasste bis Mitte 2008 die drei Landkreise Torgau-Oschatz, Muldental und Döbeln. Seit der Kreisgebietsreform gehören nur noch Teile der neuen Landkreise Nordsachsen, Leipzig und Mittelsachsen zum Agenturbezirk. Es wurde vonseiten der betroffenen Agenturen alles getan, den sich daraus zwangsläufig ergebenden höheren Abstimmungsbedarf so gering wie möglich zu halten. Mit der Anpassung der Arbeitsagenturgrenzen an die aktuellen Grenzen der Landkreise Nordsachsen und Leipzig wird die Zusammenarbeit wieder auf eine gute Grundlage gestellt. Ab Mai werden zudem sachbearbeitende Bereiche ohne Kundenkontakt zum operativen Service zusammengefasst. Diese Einheit deckt dann sogar drei Agenturbezirke – Oschatz, Leipzig und Riesa – ab. Der Bereich Döbeln geht in den neuen Agenturbezirk Hainichen auf.

Wie wirkt sich diese Änderung auf die Arbeitslosen aus, die von Ihrer Behörde betreut werden?

In der Betreuung kaum. Die Agentur bleibt in der Fläche. Kunden gehen nach wie vor zu ihrem Vermittler in die jeweilige Geschäftsstelle und geben auch dort ihre Antragsunterlagen ab. Auf die Anzahl an zu betreuenden Arbeitslosen wirkt sich die neue Gebietsstruktur schon aus. Die neue Agentur betreut dann etwa 40 Prozent mehr Kunden als jetzt.

Warum erfolgt die Neustrukturierung erst viereinhalb Jahre nach der Kreisreform im Jahr 2008?

Zunächst wollte man den Prozess der Kreisreformen und anschließenden Entscheidungen wie Verwaltungsreform und kommunale Entscheidungen bezüglich der Jobcenter abwarten. Die bundesweite Neustrukturierung der Arbeitsagenturen fußt auf mehreren zurückliegenden kommunalen Gebietsveränderungen in den einzelnen Bundesländern. Der große Schritt musste also gut vorbereitet werden und sollte eine solide Grundlage haben.

Das Einzugsgebiet der Arbeitsagentur Oschatz wird insgesamt größer, jedoch geht der Altkreis Döbeln verloren. Schmerzt Sie dieser Verlust?

In gewisser Weise schon, vor allem wegen des hohen Industrieanteils und der Aufnahmefähigkeit des Döbelner Arbeitsmarktes. Unter dem Strich bleiben aber alle Verkehrsverbindungen die gleichen. Das heißt, eine Landkreis- oder Agenturgrenze ist für den Arbeitsmarkt unwichtig. Die Agenturen für Arbeit nutzen als Bundesbehörde professionell die überregionale Vermittlung. Und die Arbeitnehmer wird es dort hinziehen, wo interessante Arbeitsplätze sind und die Verkehrsanbindung klappt. Ich gehe davon aus, dass die Pendlerverflechtung nicht geringer wird. Übrigens kommen aus dem Leipziger Nordraum mehrere sehr interessante Unternehmen in unseren Einzugsbereich. Hier sehe ich gute Chancen für die Zusammenarbeit.

 

Oschatz wird als Agenturstandort aufgewertet. Erhöht sich damit auch die Zahl der Agenturbeschäftigten in Oschatz?

Oschatz ist ab Januar 2013 nach Bautzen der flächenmäßig zweitgrößte Agenturbezirk Sachsens. Wir werden zukünftig drei Geschäftsstandorte mehr bedienen. Natürlich steigt damit auch die Mitarbeiterzahl – aber nur vorübergehend. Denn ab Mai 2013 werden die operativen Serviceeinheiten gebildet. Damit wird sich die Mitarbeiterzahl auf dem jetzigen Niveau einpegeln.

Was ändert sich mit der Umstrukturierung für Sie als Agenturleiterin?

Ich wurde gebeten, voraussichtlich ab Mai 2013 die Leitung des operativen Service für Leipzig, Oschatz und Riesa zu übernehmen. Damit bleibe ich der Region erhalten, was mich sehr freut. Die Nachfolge in Oschatz wird lückenlos geregelt.

Frank Hörügel

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