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Borna Borna will 15 Millionen Euro in Schulen, Sporthallen und Vereinshäuser investieren
Region Borna Borna will 15 Millionen Euro in Schulen, Sporthallen und Vereinshäuser investieren
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00:28 30.11.2015
Das sind vier der geplanten Investitionsobjekte in Borna: Der Goldene Stern, die Sporthalle in Ost und das Vereinshaus der Modelleisenbahner müssen energetisch saniert werden. Die Halfpipe, ein wichtiger Treff, soll um Bolzplatz und Dirt-Bike-Areal erweitert werden. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Weil die Stadt gute Chancen hat, erneut den Sprung in das EU-Förderprogramm zur regionalen Entwicklung (EFRE) zu schaffen, haben die Stadträte kürzlich einen Maßnahmekatalog abgesegnet. Die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude steht an oberste Stelle auf der To-Do-Liste. Handlungsbedarf sehen die Stadtplaner unter anderem bei der Kindereinrichtung der Graßhüpfer in Borna-Nord. Der grundhafte Ausbau mit Dämmung vom Dach bis zum Keller, der Sanierung von technischen Ausrüstungen sowie der Erneuerung von Türen, Fenstern und Fußböden wird mit rund 460.000 Euro zu Buche schlagen. Auch die Turnhalle in Borna-Ost ist ein Sanierungsfall. Nachdem Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) unlängst einen Bescheid über das Programm der Sportförderung überbrachte, hofft die Stadt nun noch auf 467.000 Euro EFRE-Mittel, um die 1,8 Millionen teure Sanierung bis Ende 2016 finanzieren zu können.

Auch die Vereinshäuser in der Röthaer Straße (960.000 Euro) und Schulstraße (1,6 Millionen Euro) sowie das Bürgerhaus Goldener Stern (Ersatzmaßnahme) könnten energetisch saniert zu einem besseren Klima in der Stadt beitragen. Diesem Ziel soll ebenso die Modernisierung des Blockheizkraftwerkes am Wilhelmschacht untergeordnet werden. Als Herzstück des Städtischen Energieversorgers versorgt es die im Wohngebiet Gnandorf und im Zentrum lebenden Bornaer mit Fernwärme und Strom. Nach 20 Jahren Betrieb und einem gravierenden Strukturwandel in der ehemaligen Bergarbeiterstadt sind die Anlagen veraltet und müssen dem Bedarf angepasst werden. Vier Millionen Euro sind notwendig, „um die Versorgung der Bevölkerung mit ökologisch vorteilhafter und preislich konkurrenzfähiger Fernwärme und Strom zu versorgen“, so die Planer.

Aber auch im Verkehr der Stadt schlummert Potenzial. So steht die Kreuzung Wettinstraße und Bahnhofstraße auf der Agenda. Hier tüfteln die Experten an einer Gestaltung, die sowohl Platz für Grün als auch PKW-Stellplätze schafft und somit zur Verkehrsberuhigung beiträgt. Auf mehr als eine Million Euro wird diese Maßnahme beziffert. Auch Glück-Auf-Platz und Glück-Auf-Weg ließen sich klimafreundlicher gestalten. Der ruhende Verkehr soll entflochten, Mischflächen sollen geschaffen und Grünflächen ausgebaut werden. Straßenbäume und eine Spielstraße sollen die Umgebung für die Anwohner freundlicher machen. Kostenpunkt: 636.000 Euro.

Mit der Profilierung der Grundschule in Borna-West als Integrationsstandort will sich die Stadt Borna einem sozialen Brennpunkt widmen. Der hohe Anteil der Kinder mit Defiziten und der wachsende Ausländeranteil stellen hohe Anforderungen an den Bildungsträger. „Um die Integration aller Kinder und Eltern zu erreichen, müssen die baulichen Voraussetzungen geschaffen sein“, heißt es in dem Konzept. Dach, Südfassade und ein Aufzug waren bereits mit EFRE-Mitteln erneuert worden. Der zweite Bauabschnitt mit der Fortführung der Arbeiten an der Hülle des Schulgebäudes, der Modernisierung im Inneren sowie dem grundhaften Ausbau der Turnhalle würde nochmals 4,5 Millionen Euro verschlingen. Während hier grundsätzlich Konsenz herrschte, regten die Stadträte wie berichtet kürzlich einen Turnhallenneubau an, der in Verbindung mit dem Jahnbad und einem Außenbecken dem Standort den Charakter eines Freizeitcampus’ verleihen könnte.

Das Jahnbad ist übrigens ein Objekt erfolgreicher EFRE-Förderung in Borna. Es gehörte wie beispielsweise das Wegenetz an der Wyhra und der Park am Breiten Teich zu den Projekten, die im Zeitraum zwischen 2007 und 2013 mit Unterstützung der EU saniert worden sind.

Von Birgit Schöppenthau

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