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Region Borna Borna will E-Auto anschaffen und Ladesäulen installieren
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00:52 23.04.2018
Bald ein typisches Bild in Borna: Autofahrer tanken an der Ladesäule Strom. Quelle: André Kempner
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Borna

Der Besuch einer Bornaer Delegation in der chinesischen Partnerstadt Dujiangyan hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Deshalb will Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) zusammen mit den Städtischen Werken (SWB) und der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) verstärkt auf Elektromobilität setzen. Bis zum Sommer sollen vier Ladesäulen für Elektroautos im Stadtgebiet installiert werden, zudem will die Verwaltung ein E-Auto anschaffen.

„In China war ich beeindruckt davon, wie weit dort die Elektromobilität schon ist“, sagt Luedtke. Ob Busse oder Taxen: kaum ein Fahrzeug, das noch mit Benzin betrieben werde. „Wir als Stadt wollen uns dem nicht verschließen“, macht die Rathauschefin deutlich. Für die Anschaffung eines E-Autos sei deshalb jetzt die Ausschreibung veröffentlicht worden. Zukünftig soll das seinen Platz am Verwaltungsgebäude An der Wyhra bekommen – und dort auch eine Ladestation vorfinden. Auch für die SWB hat die Stärkung der Elektromobilität großen Stellenwert. „Wir vertreiben Strom – und die Ladesäulen sind eine weitere Möglichkeit dafür“, begründet Geschäftsführer Jan Hoppenstedt.

Die SWB könne sowohl die technischen Voraussetzungen als auch das Abrechnungssystem zur Verfügung stellen, zudem seien die Mitarbeiter mit dem Thema längst vertraut, zählen doch zwei E-Autos und eine elektrisch betriebene Vespa zum Fuhrpark der Stadtwerke. Auf eine solche Vespa haben nach Aussage von Luedtke auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes ein Auge geworfen: „Der Wunsch danach ist da, und warum soll man den nicht erfüllen, wenn es eine sinnvolle Anschaffung ist?“ Hoppenstedt hält die Elektromobilität für nicht aufhaltbar, auch wenn sie noch nicht ganz aus den Kinderschuhen heraus sei. Allerdings müsse sie auch wirtschaftlich sein. Deshalb sollen den ersten vier Ladesäulen, die am Markt, am Bahnhof, an der Apfelwiese und bei der SWB stehen werden, auch weitere folgen. Anfragen von Tankstellen und Hoteliers habe es bereits gegeben.

Zeitgleich mit den Planungen für die Ladesäulen, die über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert werden könnten, arbeiten Verwaltung, SWB und BWS an einem Klimaschutzkonzept, damit die Umsetzung der Elektromobilität förderfähig sei. In dem Konzept, dessen Erarbeitung vom Ingenieurbüro Seecon begleitet wird, würden beispielsweise auch Straßenbeleuchtung und Energieeinsparungen in Gebäuden durch Sanierungen eine Rolle spielen.

Von Julia Tonne

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