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Borna Bornaer Berufsorientierungsmesse trifft den Nerv der Zeit – Schüler knüpfen Kontakte
Region Borna Bornaer Berufsorientierungsmesse trifft den Nerv der Zeit – Schüler knüpfen Kontakte
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13:40 05.02.2017
Welchen Beruf könnte ich lernen? Antworten darauf gab es bei der Berufsorientierungsmesse in Borna. Das Angebot für junge Leute ist groß, viele Firmen suchen Lehrlinge.
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Borna

 „Das war ein cooles Gespräch“, sagte die 15-jährige Lilly Hohler. Sie hatte sich am Stand der Arbeitsagentur beraten lassen. Dass sie in der Verwaltung arbeiten will, war ihr schon vor dem Besuch der Messe klar – doch jetzt kannte sie verschiedene Alternativen und hat einen Termin für ein längeres Beratungsgespräch. Für Bernd Hohler, Vater von Lilly, ist die Messe eine tolle Idee: „Hier werden Berufe zum Anfassen vorgestellt und man bekommt eine gute Übersicht.“

Es ist die 13. Berufsorientierungsmesse an der Bornaer Dinter-Oberschule. Schulleiter Frank Ziemann ist stolz auf die Entwicklung. „Anfangs kamen gerade mal 20 Betriebe, jetzt sind es beinahe 90. Einmalig für Sachsen ist, dass die Messe von Schülern für Schüler organisiert wird“, sagte er.

Für die Schüler der Neigungsgruppe „Berufe und Technik“ war das viel Arbeit. „Aber es hat Spaß gemacht. Es ist alles toll geworden. Und es kommen so viele Besucher“, freute sich der 14-jährige Max Berger. Die Aussteller schätzen das Engagement der Schüler. „Die Messe ist deshalb ein Erfolg, weil alles gut organisiert ist und die Schüler uns ständig fragen, ob wir noch was brauchen“, sagte Gabriele Seifert von der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig.

Für viele Aussteller ist die Messe eine gute Möglichkeit, sich jungen Leuten vorzustellen, suchen doch fast alle Unternehmen händeringend Auszubildende. Die Firma Alltec aus Borna gehört zu den Stammausstellern und für Mitarbeiter Roberto Fuchs hat sich das Engagement gelohnt: „Wir führen viele Gespräche und immer wieder finden wir hier junge Leute, die sich für unsere Arbeit interessieren. Ab und zu kam es schon zu Vermittlungen.“ Viele Betriebe haben junge Menschen mitgebracht, die ihre Arbeit anderen Jugendlichen vorstellen, wie zum Beispiel Janina Franke, die im ersten Lehrjahr als Kauffrau im Einzelhandel bei einem Baumarkt beschäftigt ist. „Es fühlt sich gut an, beinahe Gleichaltrige zu beraten“, meinte die junge Frau.

Die rund 90 Stände waren gut besucht. Der 14-jährige Paul Ullrich ist erst am Anfang seiner Orientierung: „Ich weiß nur, dass ich einen Ausbildungsplatz suche, wo man nicht nur rumsitzt, sondern etwas Bewegung hat. Da ich erst in der achten Klasse bin, kann ich mir noch etwas Zeit lassen.“ Bei Phillip Dörrich aus Rötha eilt es mehr. Er ist bereits in der zehnten Klasse. „Ich weiß sehr genau, dass ich im technischen Bereich arbeiten will. Ich war überrascht, welch große Auswahl es da gibt“, so der Realschüler. Er hat intensive Gespräche geführt und gleich zwei Bewerbungen abgegeben. „Die habe ich zu Hause vorbereitet und mitgebracht.“

Die 15-jährige Jeanny Richter hat noch nicht das Richtige gefunden. „Ich suche was in Richtung Journalismus oder Medien. Immerhin hatte ich bei der Arbeitsagentur ein sehr hilfreiches Beratungsgespräch“, resümierte sie ihren Messebesuch. Sie finde es „cool“, wie viele unterschiedliche Berufe hier auf kleinstem Raum vorgestellt werden. Schulleiter Ziemann kann angesichts dieser durchweg positiven Resonanz nur ein Fazit ziehen: „Wir haben offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen.“

Von Peter Ruf

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