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Borna Bornaer Ensemble tischt 2018 Geschichten vom Gemüsefeld auf
Region Borna Bornaer Ensemble tischt 2018 Geschichten vom Gemüsefeld auf
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00:19 24.07.2017
Die Mundartbühne von Borna ist gut gebucht. Quelle: Spiegel
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Borna/Kohren-Sahlis

Ihre Gusche halten werden sie nur kurz: Die sechs Damen und zwei Herren der Bornaer Mundart-Bühne gönnen sich zurzeit eine Sommerpause. Nach einem ersten Halbjahr mit zahlreichen Auftritten im Süd-Leipziger Raum und darüber hinaus haben sie es sich verdient, mal die Gnebberzschn hochzulegen und Kraft zu tanken für die Herbst-/Wintersaison. Die Königin der ursächsischen Literatur Lene Voigt werden sie dennoch nicht gänzlich aus ihren Sinnen verdrängen können, denn neue Texte müssen erarbeitet und einstudiert werden.

„Für unsere nächsten Auftritte in Borna üben wir neue Stücke ein, weil die Bornaer das meiste von uns inzwischen kennen“, sagt Inge Steitmann, die das fidele wie fischilante Ensemble leitet. So trete man im November im Lobstädter „Kastanienhof“ für den Volkssportverein Borna vor 300 Besuchern ins Rampenlicht. Auch für die Sonntagssoiree am 12. November im Bornaer Goldenen Stern sei man bereits gebucht. Nicht zu vergessen diese Termine: Bauernrathaus Prießnitz am 20. Oktober – zum wiederholten Mal, um den noch jungen Verein, der sich um den Erhalt dieses Baudenkmals kümmert, zu unterstützen. Gebucht hat auch schon die Bad Lausicker Medianklinik am 16. Dezember – um nur zwei zu nennen.

Noch umfangreicher ist die Erarbeitung eines Ur-Bornaer Bühnenstücks, das mal nicht auf Texten der Voigt basiert, sondern auf den Erinnerungen eines Gärtners. Fritz Leistners Großvater, der vor Jahrzehnten in Borna Feldgärtner oder Feldgemüsebauer war, erzählte dem Enkel Bemerkenswertes und Kurioses aus dieser Zeit. Aus Leistners so aufschlussreichem wie amüsantem Konvolut schrieb Regina Köhler eine gestraffte Theaterfassung für die Mundartbühne. Die sechs Spielszenen unter dem (Arbeits-)Titel „Am Feldrand“ belauscht“ sollen im Frühjahr 2018 Premiere haben – möglichst nah am Originalschauplatz Altstadt Borna. Nach einem geeigneten Aufführungsort halte man zurzeit Ausschau, sagt Steitmann. Dieses Stück liege ihr besonders am Herzen: „Ich stamme aus der Altstadt. Ich kenne die ja alle.“ Zwei der Mitspieler sind außerdem dort zu Hause.

„Wir möchten den Menschen Freude bringen, indem wir unsere schöne Sprache pflegen“, beschreibt Inge Steitmann, die längst in Kohren-Sahlis wohnt, was die Mundartbühne antreibt. Man bevorzuge die kleinen Spielstätte, improvisiere gern, unterstütze andere Aktive mit einem Auftritt – und schätze es sehr, nach den Vorstellungen mit dem Publikum zusammenzutreffen: „Da lernt man die Leute kennen. Da entsteht eine schöne Verbundenheit, ein Heimatgefühl.“ Dass das sehr wichtig sei, habe man in den vergangenen Wochen erneut gespürt bei Gastspielen in Altenburg und Belgern, in Dreiskau-Muckern und in der katholischen Kirche in Wurzen, aber auch beim 70. Geburtstag von Reinhard Pohl, Kohrens Nachwende-Bürgermeister und ausgewiesener Fan des Ensembles.

Von Ekkehard Schulreich

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