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Borna Bornaer Firma AllTec: Höchster Auftragseingang seit 27 Jahren – aber verhaltene Prognose
Region Borna Bornaer Firma AllTec: Höchster Auftragseingang seit 27 Jahren – aber verhaltene Prognose
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17:08 21.02.2018
150 Mitarbeiter beschäftigt AllTec. Doch die Prognosen der IHK sieht AllTec-Geschäftsführer Carsten Reeck skeptisch. Quelle: Jeibmann Photographik
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Borna

2017 war ein durchwachsenes Jahr für die Bornaer Firma AllTec. Die AllTec Automatisierungs- und Kommunikationstechnik GmbH mit Sitz in Eula verzeichnete den höchsten Auftragseingang seit 27 Jahren, agiert deutschlandweit und sucht stetig Nachwuchs und Fachkräfte. Und doch steht das Unternehmen vor einigen Herausforderungen. Trotz des prognostizierten Wirtschaftswachstums von 2,2 Prozent.

Geschäftsführer Carsten Reeck sieht gleich mehrere Gründe, weshalb es schwierig ist, die Prognose so zu teilen. „Viele Projekte, die wir verwirklichen, mussten zeitlich verschoben werden, weil Planungen nicht auf dem entsprechenden Stand waren, weil sich Vorarbeiten verzögern, weil die Qualität der Vorleistungen stellenweise abnimmt“, sagt er.

Und es gibt noch einen Grund, der seinen Optimismus für das laufende Jahr etwas dämpft: „Es ist immer schwieriger geworden, Entscheidungsträger zu finden – egal, ob im öffentlichen Bereich oder in Konzernen.“ Reeck hat festgestellt, dass „echte Macher“ nur noch selten anzutreffen sind, sie seien eine aussterbende Art. Wohingegen mittlerweile Usus sei, dass sich jeder nach allen Seiten absichere.

Keine Frage: Die Auftragslage ist gut, allerdings beeinflussen die dargestellten Abwicklungsprobleme die Ergebnisse nicht positiv. Mit einem Auftragsbestand von 11 Millionen Euro ist AllTec in das Jahr 2018 gestartet. Rund 50 bis 60 Projekte betreut das Bornaer Unternehmen gleichzeitig. Derzeit übernimmt AllTec für das Bauvorhaben „Vereinigte Mulde, Hochwasserschutz für Grimma, Schöpfwerk Thostgrundbach“ im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen die komplette Errichtung der Automatisierungstechnik. Weitere Auftraggeber sind zurzeit unter anderem der Wasserverband Peine in Niedersachsen und Infra-Zeitz, insgesamt kümmern sich rund 150 Mitarbeiter bei AllTec um die Kunden.

Allerdings sei die Zahl der Mitarbeiter ausbaufähig. Und weil Fachkräfte immer seltener werden, investiert AllTec schon immer in die Ausbildung – mit dem Vorsatz, gute Nachwuchstalente später übernehmen zu können. Aktuell lernen 20 Azubis bei der Firma, darunter sieben Studenten. Die Ausbildung gliedert sich laut Reeck in drei Teile auf: in die Theorie im Beruflichen Schulzentrum, in die Ausbildung gemeinsam mit Verbundpartnern wie TDE (Lehrwerkstatt, Elektronik-Labor, intensive Prüfungsvorbereitung) sowie in die praktische Ausbildung in verschiedenen Bereichen des Unternehmens.

„Einen Großteil unserer Azubis übernehmen wir, denn gute Leute zu finden, wird immer schwieriger“, macht Reeck deutlich. Das sei ein weiterer Grund, weshalb er die Prognosen der Landesarbeitsgemeinschaft der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern skeptisch betrachte. „Die Politik“, erklärt der Geschäftsführer, „ruht sich auf solchen Prognosen aus, schiebt damit aber Probleme wie das des Fachkräftemangels vor sich her.“

Von Julia Tonne

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