Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bornaer Fotothek: Schatzkiste mit Raritäten und Unikaten

Museum Bornaer Fotothek: Schatzkiste mit Raritäten und Unikaten

Die Fotothek des Museums Borna ist eine echte Schatzkiste. Sie rangiert auf der Liste der größten Sparten gleich nach dem Schriftgut auf Platz zwei. Was nicht verwunderlich ist. Schließlich gehören rund 15 000 reine Fotografien dem Museum, darunter einige Raritäten, die ihresgleichen suchen.

Dieses Negativ in der Fotothek Borna ist auf einer Glasplatte. Solche Platten wurden beim Fotografieren verwendet, bevor Filme zum Einsatz kamen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Die Fotothek des Museums Borna ist eine echte Schatzkiste. Sie rangiert auf der Liste der größten Sparten gleich nach dem Schriftgut auf Platz zwei. Was nicht verwunderlich ist. Schließlich gehören rund 15 000 reine Fotografien zu dem Bestand des Museums, hinzu kommen etwa 5000 Negativrollen und 160 000 Einzelbildnegative. Das älteste Bild der Schatzkiste datiert aus dem Jahr 1870 und zeigt – wie sollte es anders sein – einen Bergmann.

In den 20er Jahren hatte die Fotosammlung ihren Ursprung, damals passte noch alles in eine kleine Kammer, heute steht Thomas Bergner, Mitarbeiter des Museums, vor der Mammutaufgabe, auf wenig Platz viel zu archivieren. Und die heutige Aufbewahrung im Archiv gestaltet sich schwierig, schließlich müssen Fotos, Negative und auch Filme dunkel, säurefrei und staubgeschützt liegen.

Beispiele aus dem Bestand der Fotothek in Borna

Beispiele aus dem Bestand der Fotothek in Borna.

Quelle: Jens Paul Taubert

Thematisch betrachtet nehmen Bilder vom Bergbau eine Spitzenposition in der Fotothek ein, dicht gefolgt von Familienaufnahmen und Alltagsleben. Eine besondere Rarität sind Aufnahmen eines Unfalls im Werk Espenhain, die zu DDR-Zeiten nie veröffentlicht worden sind. „Ein echter Schatz sind auch die zahlreichen Fotos aus dem Werksarchiv Espenhain, die uns die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft überlassen hat“, erklärt Bergner.

Doch damit nicht genug. Die Fotothek nennt auch vier Ferrotypien ihr Eigen. Die Bilder basieren auf einer knapp belichteten und entwickelten Kollodiumschicht, die sich auf einem abgedunkelten lackierten Eisenblech befindet, und zeigen Porträtaufnahmen aus dem Jahr 1890. „Das Wissen allerdings sowohl über den Fotografierten als auch über den Fotografen geht gen Null, schlicht, weil die Unikate zum Altbestand gehören“, erklärt der Museumsmitarbeiter.

Beispiele aus dem Bestand der Fotothek in Borna

Beispiele aus dem Bestand der Fotothek in Borna.

Quelle: Jens Paul Taubert

Eine riesige Herausforderung besteht für Bergner und seine Kollegen darin, sämtliche Fotografien, Filme (unter anderem einen über das Café Haussmann und ein Kinofilm über 800 Jahre Borna) zu digitalisieren. Denn das braucht Zeit – und die entsprechende Technik. Zwar kommt viel Unterstützung von Seiten des Geschichtsvereins, dennoch ist die Digitalisierung ein Projekt, das noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. „Fast täglich kommen ja auch neue Fotografien hinzu, die wir archivieren und einordnen müssen“, macht Bergner deutlich. Und allein damit sei es nicht getan, schließlich müsse das System auch mit sämtlichen Daten und Fakten gefüttert werden. Um diese zu bekommen, gebe es mit jedem, der neue Bilder bringe, ausführliche Gespräche. „Nur so erfahren wir genau, wer auf den Fotografien zu sehen ist, wer der Fotograf ist und wann die Aufnahme gemacht wurde“, sagt Bergner.

Mehrmals im Monat kommen Bornaer ins Museum, um ihre Schätze als Leihgabe zur Verfügung zu stellen oder dem Museum zu überlassen. Sämtliche Fotografien und Negative spiegeln die Historie der Stadt wider, zu den Motiven gehören noch immer der Bergbau, Alltag des Landlebens und das Karabinier-Regiment, das Ende des 19. Jahrhunderts in Borna stationiert war. Viele der Fotos werden, wenn es thematisch passt, in die Ausstellungen integriert und anschließend wieder sorgfältig archiviert.

Blick auf das Stadtarchiv Borna

Blick auf das Stadtarchiv Borna.

Quelle: Jens Paul Taubert

Von Julia Tonne

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Borna
Borna in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 62,44km²

Einwohner: 20.382 Einwohner (Dezember 2016)

Bevölkerungsdichte: 326 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04552

Ortsvorwahlen: 03433

Stadtverwaltung: Markt 1, 04552 Borna

Ein Spaziergang durch die Region Borna
  • Sportlerwahl
    Aktionslogo Sportlerwahl Landkreis Leipzig 2017

    Der Kreissportbund Landkreis Leipzig und die Leipziger Volkszeitung suchten die besten Sportler 2017. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

21.02.2018 - 10:03 Uhr

Sascha Nartzschke konnte in den letzten beiden Punktspielen schon jeweils einen Kurzeinsatz verbuchen.

mehr
  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8: Hier gibt es Infos, Hintergründe und Fotos zum Thema. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr