Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bornaer Grashüpfer enttäuscht: Sanierung ihres Hauses bleibt im Dach stecken

Kindereinrichtung Bornaer Grashüpfer enttäuscht: Sanierung ihres Hauses bleibt im Dach stecken

Als eine der letzten Kindereinrichtungen in Borna sind die Grashüpfer in einem derzeit noch unsanierten Zweckbau aus DDR-Zeiten untergebracht. Zu ihrem 50. Geburtstag hatte die Kita auf den Beginn einer umfangreichen energetischen Sanierung gehofft. Doch nach der Dacherneuerung werden die Gerüste wieder fallen. Obwohl das Geld für Dämmung im Haushalt vorhanden ist.

Dachpappe ist der einzige Schutz über dem Wirtschaftstrakt der Kindereinrichtung. Das Dach soll jetzt erneuert werden.

Quelle: Andreas Döring

Borna. Bevor die Grashüpfer in Borna-Nord eingerüstet werden, ist am Freitag eine Bauberatung vor Ort angesagt. In den nächsten Wochen wird die Handwerkerfirma von Meister Steffen Bunzel aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz den Kindern aufs Dach steigen. Denn die löchrige Haube hat bereits Nässe in das Gebäude eindringen lassen. Vor allem der mit Dachpappe eingedeckte Wirtschaftstrakt bereitet Kita-Chefin Ilka Ringleb Sorgen.

Deshalb herrscht eigentlich große Freude über den Beginn der Sanierung. „Das Gebäude ist in die Jahre gekommen“, erzählte Ringleb bei einem Gang durch das zweigeschossige Haus. Nach wie vor würden sich die Kinder wohlfühlen. Tobende Polizisten, Teufel, Prinzessinen und Ritter bestätigen an diesem Faschingsnachmittag das Gefühl der Kita-Chefin. Große Gruppenräume, gut durchlüftete Schlafräume, ein Turn- und Tobezimmer und die zweckmäßige Küche sorgen dafür, dass der Alltag in der Einrichtung nicht beeinträchtigt wird. „Aber Farbe und moderne Möbel sind nicht alles“, räumte Ringleb ein. Neben dem Dach beeinträchtigt vor allem die fehlende Geschossdeckendämmung das Klima im Haus. „Im Sommer haben wir teilweise tropische Temperaturen, so dass wir in den Garten ausweichen müssen“, erklärte Ringleb. Der Garten sei groß und schön, aber eben nicht in jeder Situation eine Alternative für die Versorgung der Kinder.

Als eine der letzten Kindereinrichtungen in Borna sind die Grashüpfer in einem derzeit noch unsanierten Zweckbau aus DDR-Zeiten untergebracht. Mitte der 1960er-Jahre errichtet, nagt der Zahn der Zeit an dem Gebäude. Ein engagierter Elternrat hat bewirkt, dass die sanitären Einrichtungen bereits erneuert worden sind. Die Stadt als Eigentümer der Immobilie hat zudem eine energetische Sanierung auf der Agenda. Im Handlungskonzept zur nachhaltigen Stadtentwicklung wird festgestellt, dass die Kita zu den Gemeinbedarfseinrichtungen gehört, die den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Deshalb bemüht sich die Verwaltung um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Im Rahmen einer umfangreichen Sanierung sollen nicht nur Dach und Fassade erneuert, sondern auch die Kellerdecke und die Decke im zweiten Obergeschoss gedämmt werden. Bei der Elektrik im Haus, Türen und Fußböden sehen die städtischen Planer ebenfalls Handlungsbedarf. Auf einen Investitionsbedarf von 430 000 Euro wird die Optimierung der Einrichtung beziffert, 270000 sollen bis 2017 aus Brüssel kommen, so die kühnen Vorstellungen.

Ob der Zuschlag kommt, ist derzeit noch ungewiss. Aber weil wegen der Löcher im Dach die Not groß ist, hat die Stadt in ihren voriges Jahr beschlossenen Doppelhaushalt 126 300 Euro eingestellt. Die für das Dach anfallenden knapp 60000 Euro werden aus den Eigenmitteln finanziert. Die ursprünglich vorgesehene Geschossdeckendämmung ist aber momentan nicht vorgesehen. „Das ist noch nicht geplant“, sagte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Zudem suche die Stadt nach Fördertöpfen, über die diese Maßnahme kofinanziert werden könne. Warum aus dem im Dezember vom Land Sachsen überreichten Fördermittelbescheid in Höhe von 4,5 Millionen Euro kein Geld für die energetische Sanierung entnommen wird, wollte Luedtke nicht sagen. „Die Planungen dazu sind noch nicht abgeschlossen“, sagte sie. Die Eigenmittel, die im derzeitigen Haushalt nicht verbraucht würden, könnten auf nächstes Jahr übertragen werden.

Von Birgit Schöppenthau

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Borna
Borna in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 62,44km²

Einwohner: 20.382 Einwohner (Dezember 2016)

Bevölkerungsdichte: 326 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04552

Ortsvorwahlen: 03433

Stadtverwaltung: Markt 1, 04552 Borna

Ein Spaziergang durch die Region Borna
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

21.11.2017 - 11:59 Uhr

Wenn es draußen kälter und dunkler wird, beginnt die Hallensaison. Wir bieten eine Übersicht über Turniere in und um Leipzig und sind dankbar für Hinweise.

mehr
  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr