Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Bornaer Gymnasium qualifiziert sich als sportfreundliche Schule
Region Borna Bornaer Gymnasium qualifiziert sich als sportfreundliche Schule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Lenny Eiselt (li.) ist ein Volleyballtalent am Bornaer Gymnasium. Er war gestern dabei, als die Bildungseinrichtung als sportfreundliche Schule geehrt wurde. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

"Auf sportlichem Gebiet ist das die höchste Auszeichnung für unsere Schule", sagte Sportlehrer André Rösler. Vor wenigen Wochen war das Engagement der Bornaer in den sogenannten Mint-Fächern - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - anerkannt worden.

Der Wettbewerb um das Gütesiegel war vom Freistaat Sachsen im vorigen Jahr ausgeschrieben worden. "Wir haben mit dem Harbigstadion und der Glück-auf-Halle hervorragende äußere Rahmenbedingungen für den Schulsport", räumte Rösler ein. Aber die sechs Sportlehrer der Schule würden auch viel Herzblut verschenken, um bei den knapp 800 Kindern und Jugendlichen der fünften bis zwölften Klasse Spaß an der Bewegung zu wecken. Rösler nennt ein vielfältiges Angebot an Kursen als Beispiel. Von der Leichtathletik über Fuß- und Volley- bis zum Basketball kann sich der Nachwuchs auch in Trendsportarten wie Floorball und Badminton ausprobieren. Außerdem sind Geräteturnen, Gymnastik und Fitness möglich.

Die Lehrer leben es vor. Weil es gute Skifahrer und Rettungsschwimmer gibt, können die Schüler das Winterlager auf Brettern oder einen Schwimmkurs wählen. Aber auch die Schulmeisterschaften und außerschulische Wettbewerbe haben Tradition. Bei "Jugend trainiert für Olympia" und in der Soccerworld von Leipzig konnten die Bornaer vordere Plätze erringen. Das hat bereits Profivereine wie den Leipziger Fußball-Zweitligisten RB auf den Plan gerufen. Der Bad Lausicker Erik Majetschak, seit Juli im RB-Nachwuchskader, hat um gute Sportnoten im hiesigen Gymnasium gekämpft. Aber so stolz Rösler auch auf Einzelleistungen ist - die gestrige Auszeichnung wiegt für ihn schwerer. "Das ist ein Erfolg der gesamten Schule", sagte er.

Das Bornaer Gymnasium konnte sich im Wettbewerb unter 22 Schulen durchsetzen. Von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) gab es für elf Schulen eine Urkunde, eine Medaille sowie einen Gutschein über 600 Euro für sportliche Zwecke. "Die Schulen haben erkannt, wie wichtig Sport für den Schulalltag ist", sagte sie. Für das Gütesiegel muss dem Schulsport und der täglichen Bewegung ein hoher Stellenwert in der Schule eingeräumt werden. "Die Begeisterung für den Sport in jungen Jahren bleibt meist ein Leben lang erhalten", so die Ministerin.

Birgit Schöppenthau