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Borna Bornaer Hochhausviertel bekommt Solarstrom vom eigenen Dach
Region Borna Bornaer Hochhausviertel bekommt Solarstrom vom eigenen Dach
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13:00 21.02.2019
Im Bornaer Hochhausviertel werden 40 Mieter mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgt. Quelle: BWS/SWB
Borna

Das Mehrfamilienhaus Am Hochhaus 8 bis 12 in Borna steht künftig ganz im Zeichen der Energiewende. Der Wohnblock mit fünf Hauseingängen, in dem 40 Mietparteien zu Hause sind, ist nach Süden ausgerichtet und damit sonnenreich.

Er erhält die Energie künftig aus fünf Solaranlagen auf dem Dach, die je acht Kilowattstunden und damit eine Kilowattstunde pro Wohneinheit produzieren, teilten die Städtischen Werke Borna (SWB) und die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) mit. Damit würden die Wohnungen mit höchstmöglicher ökologischer und ökonomischer Effizienz versorgt.

Bornaer Unternehmen arbeiten zusammen

Beide Unternehmen arbeiten im Rahmen des Klimakonzepts der Stadt Borna am Projekt „Energetisches Sanierungsmanagement“ zusammen. Unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, der Seecon Ingenieure GmbH und der Gesellschaft für Intelligente Infrastruktur Zwickau sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

Zuvor waren zahlreiche Daten und Fakten zum Heizverhalten der Mieter gesammelt worden. Die Solaranlagen auf dem Dach des BWS-Blocks hat die Bornaer Firma Thermic Energy angebracht.

Wärmebedarf wird exakt ermittelt

Wenn die aktuelle Heizperiode beendet ist, soll die komplette Heizungsanlage erneuert und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, heißt es weiter von BWS und SWB. Zudem erhalten sämtliche Wohnungen „intelligente“ funkgesteuerte Wärmemengenzähler, die den Wärmebedarf jedes einzelnen Heizkörpers an die Heizungsanlage melden.

„So kann der exakte Wärmebedarf ermittelt und die Heizung entsprechend gesteuert werden“, stellt BWS-Geschäftsführer Jan Czinkewitz, Geschäftsführer BWS in Aussicht. Dadurch verbessere sich auch die Wohnqualität spürbar.

Energieersparnis durch Heizungssteuerung

Für die BWS sei das neue Heizsystem die ideale Lösung, um ständig steigenden Nebenkosten entgegen zu steuern. „Mit der Heizungssteuerung sparen unsere Mieter deutlich Heizenergie“, so Czinkewitz weiter. Die Investitionen dafür würden nicht auf die Bewohner umgelegt und kämen ausschließlich ihnen zugute. Für die BWS sei das „ein weiteres Vermietungsargument“. Und weiter: „Je mehr Mieter mitmachen, desto effizienter werden die umgesetzten Maßnahmen sein.“

Naturstrom sorgt für Preisvorteil

Auch SWB-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt sieht in dem Projekt einen nachhaltigen Mehrwert für die Bewohner und die Umwelt. „Mit dem hauseigen erzeugten Naturstrom schonen die Mieter mit einem Preisvorteil von vier Cent zukünftig nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.“

Von Nikos Natsdidis

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